"Vor mir war nichts sicher"

Durch seine Töchter entdeckte der Schauspieler eine neue Seite an sich. Warum er froh ist, keine Söhne zu haben, und woran er und Blake Lively in ihrer Ehe am meisten arbeiten müssen, hat Ryan Reynolds t-online verraten.

Lange hatte Ryan Reynolds in Hollywood das Image des lustigen Frauenhelden inne, war hauptsächlich in Komödien zu sehen. Mit Hauptrollen in „Green Lantern“ und vor allem dem „X-Men“-Ableger „Deadpool“ mischte der Schauspieler dem Humor in den letzten Jahren jedoch noch eine gehörige Portion Action bei.

Auch in seinem neuen Film „Free Guy“, der aktuell schon kurz nach Kinostart bei Sky zu sehen ist, geht es wieder ordentlich zur Sache. Ryan Reynolds spielt in dem Streifen einen gutmütigen Bankangestellten, der erkennt, dass er nur eine Randfigur in einem Videospiel ist und sich kurzerhand selbst zum Helden der Geschichte macht.

Ryan Reynolds spielt die Hauptrolle in der Fantasy-Actionkomödie „Free Guy“, die aktuell bei Sky zu sehen ist. (Quelle: IMAGO / Prod.DB)

Bei so viel Action vor der Kamera ist der 44-Jährige froh, dass es bei ihm zu Hause ruhiger zugeht. Und das, obwohl er Vater von drei kleinen Kindern ist. Mit Ehefrau Blake Lively hat er die sechsjährige James, ihre ein Jahr jüngere Schwester Inez und Nesthäkchen Betty, die Anfang Oktober ihren zweiten Geburtstag feierte.

„Ich wollte immer Mädchen haben“

Drei Töchter also – und genau das mache den Unterschied, wie Ryan Reynolds im Gespräch mit t-online betont. „Um ehrlich zu sein, wollte ich immer Mädchen haben und bin ganz froh, dass es keine Jungs geworden sind. Ich selbst bin mit drei älteren Brüdern aufgewachsen und obwohl mein Vater sehr streng war, haben wir unser Haus regelrecht zerstört. Ohne Witz: Im Alter von zehn Jahren konnte ich ein Loch in der Wand richten“, erinnert sich der Hollywoodstar lachend.

Er sei ein richtiger Raufbold gewesen, der nur Unsinn im Kopf gehabt hätte. „Vor mir war nichts sicher. Ich stellte alles an, was sich meine armen Eltern nur ausmalen konnten“, erzählt Ryan Reynolds und gesteht: „Als ich Vater geworden bin, hat mich eine richtige Angst gepackt, dass ich alles zurückbekommen werde.“

Ryan Reynolds und Blake Lively bei einem Hollywood-Event im Dezember 2016 mit der damals zweijährigen James und Baby Inez. (Quelle: Matt Winkelmeyer/Getty Images)

„Seit ich Vater bin, trage ich immer Taschentücher bei mir“

Doch mit Tochter James musste er gar nicht streng sein. Stattdessen entdeckte der Schauspieler mit dem Vatersein eine ganz neue Seite an sich: „Ich werde seit der Geburt meiner Kinder ständig und vor allem ganz plötzlich von Emotionen gepackt. Ich bin immer wieder vollkommen von ihnen überwältigt. Seit ich Vater bin, trage ich immer Taschentücher bei mir“, gibt der Kanadier zu.

Momente, die er am liebsten gemeinsam mit seiner Frau genießt. Seit zehn Jahren sind Ryan Reynolds und Blake Lively zusammen. 2012 gaben sie sich das Jawort, führen eine skandalfreie Ehe und gelten als Traumpaar in Hollywood. In der Öffentlichkeit zeigen sich die beiden Schauspieler stets verliebt und lachend.

„Zu Hause muss ich trotzdem abspülen und den Müll rausbringen“

Doch es sei etwas anderes, das ihre Liebe ausmacht, wie der 44-Jährige betont. „Jede Beziehung hat Höhen und Tiefen. Die schweren Zeiten zusammen durchzustehen, das macht uns als Partner stärker“, so Ryan Reynolds zu t-online.

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Der gemeinsame Beruf sei dabei manchmal Fluch und Segen zugleich. „Wir sind beide in dieser Branche tätig und verstehen deshalb, was der andere denkt und wie sich der andere fühlt. Aber wir müssen im Gegensatz zu anderen Paaren auch härter daran arbeiten, nicht zu lange voneinander getrennt zu sein. Deshalb müssen wir unsere Projekte immer aufeinander abstimmen, denn es würde gar nicht funktionieren, wenn einer von uns in Asien und der andere in Kanada drehen würde.“

Dass sie beide so sehr im Fokus der Öffentlichkeit stehen, belaste ihre Liebe übrigens gar nicht. Im Gegenteil sogar: „Oft vergesse ich sogar, dass ich berühmt bin. Dann gehe ich raus und wundere mich, wieso mir auf einmal jemand mit einer Kamera folgt“, so Reynolds. „Wenn ich nicht drehe, bin ich von hauptsächlich von meinen Freunden und meiner Familie umgeben, die mich nicht anders ansehen oder behandeln, nur weil ich bekannt bin. Zu Hause muss ich trotzdem abspülen und den Müll rausbringen.“

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