Neuer Song nach zehn Jahren

"Hol dir jetzt Crazy Frog im Jamba-Sparabo!" Heute kaum noch vorstellbar, waren Klingeltöne fürs Handy (Smartphones gab es noch nicht) vor 15 Jahren das große Ding. Das Phänomen ging sogar so weit, dass ein animierter, verhaltensauffälliger Frosch aus der Klingeltonwerbung die Single-Charts erobern konnte. Nun hat der Crazy Frog nach zehn Jahren Pause einen neuen Song veröffentlicht. Eine wie gehabt bewusst nervtötende Coverversion, dieses Mal von Run DMCs "Tricky".

Wer die Erinnerung an die Dauerwerbung und die nicht minder enervierenden Musikvideos verdrängt hat: 2004 brachte das deutsche Unternehmen Jamda einen Klingelton samt animiertem "Sänger" heraus. Ein blauer Frosch – ohne Hose, mit sichtbarem, aber später zensierten Mikropenis – imitiert Motorengeräusche und fliegt dabei durch die Luft. Ein Jahr später schlachteten Musikproduzenten die Popularität der Amphibie aus. Der Song "Axel F" erschien, der die "Ding Ding"-Geräusche des Frosches mit dem Titelsong des Eddie-Murphy-Streifens "Beverly Hills Cop" kombinierte.

Wer ist eigentlich dieser Crazy Frog?

Die Single wurde natürlich zum Hit, stieg in Großbritannien auf die Nummer eins der Single-Charts ein und eroberte in vielen anderen Ländern die Spitzenposition. Das Ende des Abendlandes wurde einmal mehr ausgerufen. Nach dem internationalen Hit-Album "Crazy Hits" folgten zwei weitere Longplayer. 2010 ging der Frosch in Rente.

Entstanden ist er übrigens aus einem frühen Meme. Der Schwede Daniel Malmedahl (41) stellte 1997 seine Imitation des Geräuschs eines Zweitaktmotors ins Internet, die Soundschnipsel wurden Kult in diversen Foren. Sein Landsmann Erik Wernquist (44) kreierte zu dem viralen Geräusch die 3D-Animation eines Froschs mit Helm und Pilotenbrille, die er zunächst treffend "The Annoying Thing" (Das nervtötende Ding) nannte.

Comeback dank Nostalgie-Boom

Nach der ersten Comeback-Ankündigung 2020 ist nun der neue Song online. Nach altem Muster brabbelt der verrückte Frosch über "Tricky" von Run DMC. Das jetzt auf YouTube erschienene Video spielt auf einer Raketenbasis und macht sich über die Weltraumausflüge von Milliardären wie Amazon-Gründer Jeff Bezos (57) lustig.

Laut Pressemitteilung reagierten die Macher auf zahlreiche Wünsche von Fans bei YouTube. Dort genießt der Frosch auch weiterhin Kultstatus. Allein das Video zu "Axel F" hat über drei Milliarden (!) Views. Der Nostalgietrend, der zuletzt unter anderem ABBA nach 40 Jahren zurückbrachte, hat jetzt auch die Kinder der Nullerjahre erfasst.

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