Lou-Anne ist "Germany's Next Topmodel": Sie hat "noch nicht begriffen", dass sie gewonnen hat

  • Die 19-jährige Lou-Anne hat „Germany’s Next Topmodel“ gewonnen.
  • Im Interview mit spot on news spricht die Österreicherin über ihren Sieg und darüber, wie es für sie jetzt weitergeht.
  • „Ich habe definitiv nicht vor, in Klosterneuburg zu bleiben“, erklärt Lou-Anne.

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Die selbstbewusste Österreicherin Lou-Anne konnte sich in der 17. Staffel von GNTM, der Diversity-Staffel, gegen ihre Mitstreiterinnen durchsetzen. Sie ist „Germany’s Next Topmodel“ 2022! Neben einem „Harper’s Bazaar“-Cover und einem Werbedeal mit Mac Cosmetics warteten 100.000 Euro Siegprämie auf die 19-Jährige.

Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news verrät Lou-Anne, was die ersten Worte ihrer Mutter Martina waren, die ebenfalls an der Staffel teilnahm und den dritten Platz im Finale belegte. Außerdem spricht das Nachwuchsmodel über seine Ziele im Modelbusiness, Stärken auf dem Laufsteg und den nächsten Mutter-Tochter-Urlaub.

Als Sie gestern zum ersten Mal wieder einen bewussten Gedanken fassen konnten, was haben Sie da gedacht?

Lou-Anne: Ich habe bis jetzt noch nicht so wirklich begriffen, dass ich gewonnen habe. Das kommt dann noch. Aber ich wollte diesen Abend allgemein einfach nur genießen, Spaß haben und an nichts anderes denken. Das kommt sowieso auf mich zu. Also habe ich mir gar nicht so viele Gedanken über etwas anderes gemacht.

Was waren die ersten Worte, die Sie nach der Entscheidung mit Ihrer Mutter gewechselt haben?

Die Mama meinte zu mir, dass sie so stolz auf mich ist. Und was habe ich gesagt? Dass das alles so super aussah, was sie gemacht hat. Wir haben uns dann nochmal kurz über die Show allgemein unterhalten. Aber nur kurz, weil von jeder Ecke irgendwas gekommen ist.

Wie sah der Abend gestern für Sie aus, haben Sie noch lange gefeiert?

Ja klar, es gab ja diese Aftershowparty. Da bin ich dann mit einigen anderen Kandidatinnen und ein paar Freunden und der Familie gewesen. Wir waren bis 04:30 Uhr dort. Und es war echt lustig. Wir haben wirklich die ganze Zeit getanzt und nochmal diesen Moment genossen. Ich glaube, um 05:00 Uhr bin ich dann Schlafen gegangen.

Lou-Anne möchte Modeln und nicht „Influencen“

Was würden Sie in einem Jahr gerne erzählen können, wenn Sie zurückblicken?

Nun ja, gute Dinge brauchen Zeit. Natürlich möchte ich im Modelbusiness bleiben und versuchen, diesen Gewinn zu nutzen. Seien das jetzt Fotoshootings oder ein Laufsteg. Aber hauptsächlich Modeln, nicht „Influencen“, das ist nicht so meins. Ich bin nicht so gerne vor meinem Handy und rede dann. Ich möchte einfach eine Karriere als Model hinlegen, wenn ich jetzt schon so ein Sprungbrett bekommen habe.

Sie hatten ja auch eine Karriere als Stylistin angedacht, vielleicht lässt sich das irgendwie verbinden?

Tatsächlich hatte ich nie eine Karriere als Stylistin angedacht. Ich habe es zwar gemacht, weil ich unbedingt etwas Kreatives arbeiten wollte. Aber ich wusste von vornherein, ich werde nie in einem Friseursalon arbeiten. Vor allem nicht als Angestellte, wenn, dann ein eigener Salon. Aber so sehr erfüllt mich das nicht.

Wieso, glauben Sie, haben Sie sich am Ende gegen die anderen Kandidatinnen durchgesetzt?

Ich habe gestern ganz oft gehört, dass ich so eine starke Präsenz auf dem Laufsteg hatte. Und, dass meine Blicke so fokussiert waren. Ich habe wirklich einfach den Moment genossen und wollte mein Bestes geben. Einfach nochmal alles aus mir herausholen, weil ich wusste, das ist jetzt der letzte Abend. Aber was Heidi dann wirklich dazu bewegt hat, weiß ich nicht, weil ich die anderen auch wirklich so stark finde. Ich hätte diese Entscheidung nie treffen können, weil wir so unterschiedlich sind. Ich weiß gar nicht, woran sie das genau festgelegt hat. Für mich waren alle top!

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Fanden Sie es dann doch gut, am Ende nicht mit Ihrer Mutter dazustehen?

Es war nicht so, dass ich mir dachte: „Gott sei Dank ist die Mama vor mir draußen.“ Daran habe ich überhaupt nicht gedacht, weil ich es auch so schön fand, dass wir das Finale gemeinsam machen durften. Wir haben ja schon diese ganze Reise gemeinsam gemacht. Auf der einen Seite fand ich es schade, dass sie „nur“ auf den dritten Platz gekommen ist, aber auf der anderen Seite können wir das nicht beeinflussen. Heidi hat’s entschieden und dann habe ich einfach gehofft, dass ich weiterkomme und gegebenenfalls den Sieg hole.

Hat sich die Beziehung zu Ihrer Mutter im Laufe der Staffel verändert?

Nein, die Beziehung zwischen mir und meiner Mutter hat sich überhaupt nicht verändert. Schon gar nicht im negativen Sinne, wir haben eine echt gute Bindung zueinander. Wir verstehen uns super, wir machen echt gerne Dinge zusammen. Alle zwei Jahre gibt es dann einen Mutter-Tochter-Urlaub. Es gab nichts, was man noch hätte verbessern können.

Ist schon ein nächster Mutter-Tochter-Urlaub in Planung?

Wir haben tatsächlich noch nicht darüber gesprochen, wohin es als nächstes gehen soll. Aber wir meinten auf jeden Fall, wenn eine von uns beiden gewinnt, lädt sie die andere auf einen Urlaub ein. (lacht)

Die GNTM-Siegerin möchte raus aus Österreich oder Deutschland

Wie geht es denn lokal für Sie weiter? Ist Klosterneuburg eine Gegend, in der Sie sich die nächsten Jahre vorstellen können oder doch lieber Mailand oder gar New York?

Ich habe definitiv nicht vor, in Klosterneuburg zu bleiben. Das ist überhaupt nicht meins. Früher wollte ich immer nach Wien ziehen, aber mittlerweile will ich das auch nicht mehr so sehr, weil es mich dort auch irgendwie langweilt. Es ist so klein, ich weiß gar nicht, was ich dort machen soll. Um richtig durchzustarten, ist das auch nicht der perfekte Ort. Aber ich werde auch nicht direkt wegziehen. Irgendwann ist der Plan aber auf jeden Fall, wo ganz anderes hinzuziehen. Ob es eben die USA sind, oder London… auf jeden Fall nicht Österreich und auch nicht Deutschland.

Viele Kandidatinnen hatten schon Zeit, sich extern Jobs zu suchen. Hatten Sie da auch schon Erfolge?

Ich habe einige Anfragen, die noch geklärt werden müssen. Mir ist schon wichtig, dass das nicht irgendwas ist. Ich will, dass es für mich damit in die richtige Richtung geht. Klar, man kann jede Kooperation annehmen, aber das führt mich dann auch eher in die Influencer-Schiene, die ich persönlich nicht will.

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Hat es Ihnen viel bedeutet, in der Diversity-Staffel zu siegen?

Tatsächlich habe ich gar nicht so daran gedacht, dass ich in der Diversity-Staffel bin. Für mich hat das eigentlich gar nichts geändert. Es war so oder so eine tolle Zeit. Ich fand’s toll, dass so viele verschiedene Charaktere und Typen dabei waren, aber das war kein Punkt, bei dem ich sage: „Ich war in der Diversity-Staffel und deshalb freut es mich noch mehr, dass ich gewonnen habe.“

Für Sie ist es also schon die Normalität, die es auch sein sollte. Also gar kein großes Thema mehr?

Genau, eigentlich ist es für mich normal und man sieht auch, dass sich das in der Modewelt und im Modelbusiness verändert. So langsam, aber es kommt.

Sie wurden immer für Ihre Gelassenheit gelobt. Steckt da ein Ritual dahinter?

Ich bin einfach von Haus aus sehr gelassen. Aber wenn es doch mal dazu kommt, dass ich etwas angespannt bin, dann stehe ich meistens da und atme einfach tief ein und aus, schließe die Augen und sage: „Das wird schon gut werden. Genieß jetzt einfach den Moment.“ Und das war’s. © 1&1 Mail & Media/spot on news

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