Kebekus und Reeves mit Bayerischem Fernsehpreis geehrt

München (dpa) – Die Kabarettistin Carolin Kebekus und die Moderatorin Shary Reeves haben für die Folge „Brennpunkt Rassismus“ der „Carolin Kebekus Show“ den Bayerischen Fernsehpreis erhalten.

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„Sie sind mutig. Sie sind klug. Sie brechen mit Konventionen. Und sie legen den Finger in Wunden“, befand die Jury am Mittwoch zur Ehrung in der Kategorie Unterhaltung.

Thema waren die Proteste nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA 2020. „Die beiden Frauen benennen strukturelle Probleme in den Medien, wo People of Color dann nicht zu Wort kommen, wenn sie zu Wort kommen müssten: beim Thema Rassismus“, urteilte die Jury.

Unterhaltung

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Insgesamt wurden elf Preise verliehen, die mit insgesamt 110 000 Euro dotiert sind, sowie zwei undotierte Ehrungen. Die Gala fiel wegen Corona allerdings aus – die Preise waren vorab verliehen worden.

Die Schauspielerin Michaela May, bekannt aus der Krimi-Reihe „Polizeiruf 110“ oder Kultserien wie „Kir Royal“ und „Monaco Franze“, erhielt von Regierungschef Markus Söder (CSU) den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten. „Mit ihrem Charme, Humor und menschlicher Tiefe ist sie zu Recht ein absoluter Publikumsliebling“, würdigte Söder die Münchnerin.

Der Preis des Bayerischen Ministerpräsidenten sei eigentlich das einzige Privileg im Jahr, das er habe – ansonsten könne er fast nichts frei entscheiden, scherzte Söder. Sie freue sich, dass sie Spuren im deutschen Fernsehen hinterlassen habe, sie wolle aber noch weiter mitspielen „in dem Zirkus“, meinte May.

Der Bayerische Fernsehpreis wird seit 1989 von der Staatsregierung für herausragende Leistungen im deutschen Fernsehen verliehen. Preissymbol ist der „Blaue Panther“, eine Figur aus der Porzellan Manufaktur Nymphenburg.

Geehrt wurden damit außerdem Karoline Schuch als beste Darstellerin für ihre Rolle in „Das Geheimnis des Totenwaldes“ und Rainer Bock als bester Darsteller für seine Rollen in der zweiten Staffel der Serie „Das Boot“ sowie im Zweiteiler „Der Überläufer“. Mit dem Preis für die beste Regie wurde Franziska Schlotterer für den ZDF-Film „Totgeschwiegen“ ausgezeichnet.

In der Kategorie Information erhielten die Autoren und Regisseure Thomas Heise und Claas Meyer-Heuer die Auszeichnung für ihre RTL-Reportage „Die Macht der Clans“. Schonungslos offen und ohne Klischees zu bedienen, zeige der Beitrag ungeschönte verstörende Bilder von Razzien und lege das perfide Rechtsverständnis innerhalb von Großfamilien offen, urteilte die Jury.

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