Im Massai-Dorf kommen "Goodbye Deutschland!"-Auswanderin Angie Zweifel

  • Sie sei die Einzige für ihn, das versicherte der Massai Paulo Moleli Mianga seiner Liebsten Angela Wolf immer wieder.
  • Doch kurz vor der traditionellen Hochzeitszeremonie, die VOX begleitete, kam es zu einer mysteriösen Begegnung.
  • Die „Goodbye Deutschland!“-Auswanderin reagierte irritiert.

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Dass diese „Goodbye Deutschland!“-Liebe bald in die Brüche gehen würde, darauf hätte einst nicht nur die durch die VOX-Dokusoap bekannt gewordene Daniela Katzenberger (35) ihren „Ar… verwettet“, wie sie kundtat. Der Altersunterschied, die unterschiedlichen Kulturen und das scheinbar kopflose Verhalten sorgten für Skepsis bei vielen Fans.

2019 hatte das Kamerateam Angela „Angie“ Wolf (45) und ihren einheimischen Liebsten Paulo Moleli Mianga (30) erstmals auf Sansibar besucht – beim gemeinsamen Urlaub mit ihrem damaligen Partner hatte sich die Münchner Frisörin Hals über Kopf in den ehemaligen Massai-Kuhhirten verguckt und war zu ihm gezogen.

Doch allen Unkenrufen zum Trotz: Viereinhalb Jahre nach dem Kennenlernen war das standesamtlich bereits verheiratete Paar weiterhin glücklich und betrieb auf der Trauminsel eine Lodge für Touristinnen und Touristen. Der nächste Plan: eine Hochzeit im traditionellen Massai-Stil in Paulos Heimatdorf auf dem tansanischen Festland.

„Ich habe seine Kultur mitgeheiratet“

An ihren ersten und bislang einzigen Besuch dort hatte Angie schwierige Erinnerungen: Als tätowierte weiße Frau sei sie permanent angegafft und angefasst worden, was sie anfangs als „noch ganz süß“ empfunden hatte, dann aber schwer zu ertragen fand. Auch die Schlafsituation trug zur „knüppelharten“ Erfahrung bei: „Zwei Babyziegen haben bei uns mitgeschlafen. Dann hat ’ne Henne bei uns im Bett mitgeschlafen, die grad ihre Kinder ausgebrütet hat …“ Und das alles in einer Hütte aus Kuhdung und Sand!

Diesmal aber sei sie besser vorbereitet auf den Kulturschock, glaubte sie. „Ich hab‘ ihn geheiratet. Von daher hab‘ ich auch seine Kultur mitgeheiratet“, erklärte sie ihre Bereitschaft, sich mit einigen Unannehmlichkeiten abzufinden. Doch in manchen Punkten hörte das Entgegenkommen für sie auf: Dass viele Massai-Männer mehrere Frauen hatten, verurteilte sie zwar nicht, für sie selbst aber würde ein solches Arrangement niemals infrage kommen: „Ich würde mich trennen!“

Während sein Vater sechs Ehefrauen und laut Paulos Schätzung „vielleicht 100“ Kinder habe, beteuerte er, nur seine Angie zu wollen. Allerdings hatte er, das erfuhr das VOX-Team erst jetzt, eine vierjährige Tochter! Gemeinsam mit Paulos Mutter begrüßte die Kleine das Paar nämlich bei seiner Ankunft im Dorf. Anders als die Kameraleute wusste Angela allerdings schon Bescheid: „Als er eben erfahren hat, dass er ein Kind hat, hat er mir das auch dann gleich gesagt.“ Die Mutter des Mädchens habe „einen anderen Mann geheiratet“ und spiele in seinem Leben keine Rolle mehr, versicherte Paulo.

Bizarre Begegnung bei der Ankunft: „Was ist das für ’ne Nummer?“

Wer aber war dann die laut weinende Massai-Frau, die plötzlich auf ihn zustürmte, den Kopf senkte und seinen Hemdzipfel griff? Ein bizarres Schauspiel, bei dem Paulo kaum eine Miene verzog und es steif und regungslos über sich ergehen ließ, während Angela sowie ihre Freundin und Trauzeugin Andrea Kick (49) daneben standen und sich fragten, was das Ganze zu bedeuten hatte.

„Was ist denn das für ’ne Nummer?“, habe sie sich gefragt, gestand Angela im Nachhinein. Hatte sie Paulo die meiste Zeit vertraut, so wurden die Zweifel nun doch wieder größer: War er am Ende bereits verheiratet, würde sie lediglich seine Zweitfrau werden? Der Massai beharrte auf seiner Unschuld: Die weinende Frau sei seine Schwester, die er seit zehn Jahren nicht gesehen habe. Dass er selbst bei dem Treffen keine Emotionen gezeigt habe, liege daran, dass er die Dramatik der Szene auch merkwürdig gefunden habe. Außerdem: „Männer weinen nicht.“

Ihr bleibe letztlich nichts anderes übrig, als ihm zu glauben, beschloss Angie, zumal sie in den letzten Jahren auch kaum voneinander getrennt gewesen seien. Die Zeremonie konnte also stattfinden – und auf die Deutsche wartete die nächste Überraschung: Zur Segnung wurde das Paar nämlich vom Zeremonienmeister sowie der Dorfgemeinschaft mit Ziegenmilch bespuckt! Ein für europäisches Empfinden höchst unappetitliches Ritual, das die Braut jedoch tapfer und humorvoll ertrug, obwohl man sie nicht vorgewarnt hatte. Und vielleicht brachte es ja tatsächlich Glück – es wäre ihr und ihrem nun auch nach Massai-Brauch angetrauten Ehemann zu wünschen. © 1&1 Mail & Media/teleschau

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