Wie steht es wirklich um die Gesundheit der Queen?

Gerade wurde die Teilnahme der Queen am Klimagipfel in Glasgow abgesagt. Zuvor verbrachte sie eine Nacht im Krankenhaus. Auch ihrem Lieblingshobby geht die 95-Jährige nicht mehr nach. Wie geht es ihr?

„Ihre Majestät hat mit Bedauern entschieden, dass sie doch nicht nach Glasgow reisen wird, um am Montag an einem Empfang bei der COP26 teilzunehmen“, teilte der Buckingham-Palast am Dienstagabend mit. Die Königin sei enttäuscht, werde aber eine Videobotschaft senden. Per Video empfing sie in dieser Woche auch zu Audienzen, absolvierte damit quasi ihren ersten Termin nach dem Krankenhausaufenthalt. Laut palastinternen Quellen wird sie nun jedoch weiter zurückschalten.

Ein heftiges Jahr 2021

Die Queen musste 2021 einige Rückschläge verkraften. Zu Beginn des Jahres verkündeten Prinz Harry und Herzogin Meghan, dass sie nach dem „Megxit“ nicht die Chance ergreifen werden, als Senior Royals zurückzukehren. Diese Option hatte ihnen die Queen nach ihrem Ausscheiden als hochrangige Mitglieder des Königshauses offengehalten. Im März ließen die beiden im Interview mit Oprah Winfrey dann eine Bombe nach der anderen platzen. Sie machten der Royal Family etwa Rassismusvorwürfe und beklagten sich über nicht vorhandene Unterstützung. Im April dann der wohl heftigste Schicksalsschlag für Elizabeth II.: Mit 99 Jahren starb ihr geliebter Ehemann Prinz Philip.

Zudem gab es auch immer wieder Berichte über die Missbrauchsvorwürfe gegen ihren Sohn Prinz Andrew, der sich deshalb vor Gericht verantworten muss, aber die Vorladung lange nicht angenommen hat. Er nistete sich über die Sommermonate bei seiner Mutter ein, die diese gemäß der Tradition auf Schloss Balmoral in Schottland verbrachte. Gewöhnlich genießt die Queen dort die Zeit in der Natur und macht Ausritte mit ihren geliebten Pferden. 

Die damalige Prinzessin Elizabeth: Sie reitet seitdem sie ein kleines Mädchen ist. (Quelle: IMAGO / agefotostock)

Keine Ausritte und kein Gassigehen

Doch dieses Hobby musste sie Anfang September offenbar aufgeben. Laut Bericht der britischen „Sun“ verspürte sie ein „Unbehagen“, woraufhin der Queen empfohlen wurde, vorerst nicht mehr zu reiten. Seitdem hat sie dem Artikel zufolge noch nicht wieder auf einem Pferd gesessen. Sie sei deshalb „sehr enttäuscht“, so eine Quelle. Doch sie weigere sich, ihr liebstes Hobby ganz aufzugeben. Aktuell sehe man sie aber nicht einmal beim Gassi gehen mit ihren Hunden. Sie habe die Anweisung, nur „leichte Aufgaben“ zu verrichten. 

Zuletzt zeigte sich die Queen auch vermehrt mit einem Gehstock bei Terminen. Wie ein Insider der „Sun“ sagte, sei sie „todmüde“ bezüglich ihrer Verpflichtungen. Bei ihren jüngsten Videokonferenzen machte sie allerdings einen ganz anderen Eindruck. Als sie am Donnerstag einen Poesiepreis verlieh, kam sie gut gelaunt daher. 

Dennoch: Dem Blatt „Us Weekly“ verriet eine palastinterne Quelle, dass sich die Familie sehr um die Monarchin sorge. „Die Königin sagt, dass es ihr gut geht und sie sich wohlfühlt, aber das hat sie schon vorher gesagt.“ Demnach haben ihre Familienmitglieder die Queen schon länger dazu gedrängt, sich zu schonen. Doch davon ließ sich Elizabeth II. offenbar lange Zeit nicht beirren, denn „sie hasst es, wenn sich Leute um sie kümmern“, so die Quelle weiter.

„Sie erkennt, dass sie nicht ewig leben wird“

Seit dem Tod ihres Mannes im April und einer darauffolgenden Auszeit hat sie über 150 Termine im Privaten und der Öffentlichkeit absolviert. Allein im Oktober waren es fast 20 – bis eben zu ihrem Krankenhausaufenthalt. Dem ersten übrigens seit acht Jahren. Ob sie sich nun wirklich mehr zurücknimmt? Möglich. Die Quelle sagte zu „Us Weekly“ weiter: „Sie ist keine Drückebergerin und wird weiter arbeiten, aber einige ihrer Pflichten an Charles und William abgeben. Sie bereitet sie darauf vor, diese zu übernehmen.“ Ein weiterer Insider fügte an: „Die Queen erkennt endlich an, dass sie nicht mehr ewig leben wird und einen Gang zurückschalten muss.“

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Zur Eröffnungszeremonie der UN-Klimakonferenz am Montag wird sie eine Videobotschaft aufnehmen. Für Elizabeth II. entfällt damit einiges an Anstrengungen: die weite Anreise, Unterhaltungen mit Staatsoberhäuptern, die Teilnahme an Empfängen. „Ich denke, es wird eine Neubewertung geben und möglicherweise eine leichte Veränderung in der Art der Arbeit, die die Königin verrichtet, in den Entfernungen, die sie zurücklegt“, sagte die Royalexpertin Roya Nikkah zu BBC Radio 4 über zukünftige Termine der Queen. „Ihre Privatsekretäre und Terminplaner werden sich die eingehenden Termine ansehen und überlegen, wo die Queen wirklich anwesend sein muss und was sie wirklich tun kann.“

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