Warum sie sich jetzt fleischlos ernährt

Die Schlagersängerin tritt klar für Dinge ein, die ihr am Herzen liegen. Im Interview mit t-online verrät Kerstin Ott, dass sie seit einem halben Jahr Vegetarierin ist, und erklärt, wie es dazu kam. 

Kerstin Ott gibt auf ihrem Instagram-Profil Einblicke in ihr privates und ihr berufliches Leben. Zudem macht sie immer wieder auf Dinge aufmerksam, die ihrer Meinung nach so nicht laufen sollten – Stichwort Plastikmüll oder Tierquälerei. Wie sie selbst sonst noch aktiv wird, hat die „Die immer lacht“-Interpretin t-online verraten.

Außerdem spricht sie übers Älterwerden, den ganzen Stolz ihres vergangenen Lebensjahrzehnts und berichtet mit einem Augenzwinkern, wozu sie zuletzt Nein gesagt hat, aber eigentlich hätte Ja sagen sollen.

Den Hashtag wollte ich groß aufbauen, weil es so viele Dinge gibt, auf die man immer wieder hinweisen muss. Aber dann kam der Ukraine-Krieg und ich war der Meinung, ich muss mich ein bisschen zurücknehmen. Es reicht momentan mit schlimmen Nachrichten und negativen Berichten, da müssen solche Posts von mir nicht auch noch sein.

Wie ist das Feedback von den Fans, wenn Sie gewissermaßen mit erhobenem Zeigefinger daherkommen?

Die meisten Kommentare sind positiv und befürwortend. Aber wenn ich etwas thematisiere, das polarisiert, zum Beispiel Haltungsformen, ist klar, dass ich nicht nur Zuspruch erhalte. Solange die Menschen ihre Meinung vernünftig darlegen, ist das für mich kein Problem. Wenn du deinen Mund aufmachst, werden es auch andere tun.

Sie üben Kritik an Haltungsformen und machen sich für den Tierschutz stark. Gibt es bei Ihnen in der Familie vegetarische oder gar vegane Tage?

Wir haben immer nur wenig Fleisch gegessen und wenn, genau darauf geachtet, wo es herkam. Seit einem halben Jahr lebe ich vegetarisch und meine Frau sogar vegan. Den Sprung habe ich noch nicht geschafft, weil ich leider so eine Käseliebhaberin bin. Aber ich kaufe nur Biokäse. Eier müssen mindestens Bio sein oder vom Bauern um die Ecke kommen. Da dürfen die Hühner in Ruhe alt werden. Deshalb habe ich auch kein schlechtes Gewissen. Aber ja, wir setzen uns sehr intensiv mit dem Thema auseinander.

Was hat Sie zu der Umstellung auf eine fleischlose Ernährung bewogen?

Die Kinder haben damit angefangen. Sie meinten, sie ernähren sich jetzt vegetarisch, dann haben wir uns eingeklinkt und ja – jetzt sind die Kinder die beiden Fleischfresser bei uns. (lacht)

Wie kommen Sie zurecht, wenn Sie unterwegs sind, insbesondere mit Blick auf Backstage-Catering?

In den Supermärkten findet man inzwischen alles, was das Herz begehrt, in veganer Ausführung. Früher habe ich gedacht, vegan zu sein, ist ganz fürchterlich. Beim Catering ist es aber leider noch sehr schwierig, es gibt meist nur vegetarisches Essen. Wenn Karolina dabei ist, isst sie manchmal nur Reis mit ein paar Radieschen.

Streben Sie auch eine rein vegane Ernährungsweise an?

Ich gebe mein Bestes und versuche, möglichst wenig Käse zu essen. Die meisten Veganer sind erst vegetarisch und werden irgendwann vegan. Das ist schon mein Ziel, aber ich brauche noch ein bisschen – es ist durchaus ein Weg dorthin, den man zurücklegt.

Einer Ihrer neuen Songs heißt „Einfach nein“. Wozu haben Sie zuletzt einfach Nein gesagt?

Zum Sport wahrscheinlich (lacht).

Würden Sie gern mehr Sport machen?

Ich müsste gern mehr machen (lacht). Nein, mal ehrlich: Ich mag Sport, aber mein Schweinehund ist einfach riesig. Wenn ich mich aufgerafft habe, freue ich mich immer sehr. Man fühlt sich dann echt gut, aber ich bin auch gerne auf dem Sofa unterwegs.

Wenn Sie Sport machen, welchen?

Wir haben eine Freundin, die ist Fitnesstrainerin und scheucht uns mindestens zweimal die Woche durch die Gegend.

Sie sind kürzlich 40 geworden. Wie blicken Sie auf das Älterwerden?

Ich bin ein Gewohnheitstier, dementsprechend muss ich mich daran gewöhnen, dass keine Drei mehr vorne ist. Mit der Zahl an sich habe ich kein Problem. Bei der 50 könnte das anders aussehen. Das ist für mich so die Mitte.

Sie wollen also 100 werden?

Ja, das muss ich schaffen. Aber generell habe ich keinen Stress mit dem Älterwerden. Jedes Jahrzehnt hat seine Plus- und seine Minus-Geschichten. Irgendwann wird es körperlich ein bisschen schlechter. Aber so ist das eben …

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Ihr 30er-Jahrzehnt lief super für Sie – so kann es wohl weitergehen. Worauf Sie sind besonders stolz?

Ich bin besonders stolz auf unser Zuhause. Ich komme an mit Karolina, die Tür geht auf und wir sind in unserer Wohlfühloase. Wir haben viel Arbeit und Schweiß reingesteckt, dass es einfach toll ist, zu Hause zu sein. Es gibt keine ungemütliche Ecke bei uns.

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