US-Stars richten wichtigen Brief an den amerikanischen Präsidenten

Konkret geht es den prominenten Klimaschützern um den Amazonas-Regenwald. Sie wollen, dass das Gebiet besser beschützt wird – gleichzeitig verlangen sie von US-Präsident Joe Biden, 78, aber, dass er keine Umweltabkommen mit dem brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, 66, abschließt.

Leonardo DiCaprio und Co. setzen sich für den Amazonas-Regenwald ein

In dem Brief der Hollywood-Stars, der am Dienstag (20. März 2021) veröffentlicht wurde, heißt es unter anderem: "Die Rechte der indigenen Völker, die die Wächter des Waldes sind, wurden von Bolsonaro und seiner Regierung verletzt. Wir sind besorgt, dass Ihre Regierung möglicherweise ein Abkommen zum Schutz des Amazonas mit Bolsonaro ausgehandelt hat."

Der Schutz des Amazonasregenwaldes sei unerlässlich für globale Lösungen zur Bekämpfung des Klimawandels – Bolsonaro jedoch, der seit 2019 im Amt ist, setze die Zerstörung des Regenwaldes aus Profitgründen fort, wird in dem Schreiben gewarnt. Er ignoriere weiter Landraub und illegale Abholzung und lasse Brandrodungen zu.

Ihre Bitte an Joe Biden: Kein Abkommen mit Jair Bolsonaro

Aus diesem Grund sei jedes Abkommen mit Brasilien abzulehnen, solange die Abholzung nicht reduziert werde, die Menschenrechte nicht respektiert würden und eine Beteiligung der Zivilgesellschaft nicht gegeben sei, lautet die Forderung.

Zum Schluss wird ein Vorschlag unterbreitet, wie man stattdessen das Amazonasgebiet retten könnte: "Wir bitten sie dringend, den Dialog mit der Zivilgesellschaft, subnationalen Regierungen, indigenen Völkern und Waldvölkern des Amazonasbecken, die Lösungen und Vorschläge entwickelt haben, fortzuführen, einschließlich der Amazon Climate Platform, bevor Verpflichtungen bekannt gegeben oder Mittel freigegeben werden." Unterzeichnet wurde der Brief unter anderem von Leonardo DiCaprio, 46, Orlando Bloom, 44, Katy Perry, 36 und Jane Fonda, 83. Insgesamt sind 36 Künstler*innen aus den USA, Brasilien und Großbritannien daran beteiligt.




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Das Amazonas-Gebiet in Brasilien gilt als CO2-Speicher

Anlass für den dringenden Appell ist ein virtueller Klimagipfel, den Biden am Donnerstag halten wird und zu dem Staats- und Regierungschefs wie unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel, 66, der russische Präsident Wladimir Putin, 68, und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping, 67, eingeladen sind. Brasilien ist in diesem Zusammenhang ein wichtiges Thema, weil das Land über einen Teil des Amazonasgebiets in der Größe Westeuropas verfügt, welches als CO2-Speicher gilt. 

Laut vorläufiger Daten des "Nationalen brasilianischen Instituts für Weltraumforschung" wurden in den ersten zwei Monaten dieses Jahres mehr als 200 Quadratkilometer Regenwald im brasilianischen Amazonasgebiet vernichtet. Vergangene Woche soll Bolsonaro Biden laut dpa in einem Brief versichert haben, ihn im Kampf gegen den Klimawandel zu unterstützen. In diesem Zusammenhang soll der brasilianische Präsident sich dazu verpflichtet haben, die illegale Abholzung in Brasilien bis 2030 zu beenden. Für dieses Vorhaben forderte Bolsenaro jedoch vorab finanzielle Mittel – die USA hingegen wolle zuerst Ergebnisse sehen. 

Verwendete Quellen: dpa-infocom, artistsforamazonia.org

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