Trauerfeier für Gina Lollobrigida: Umstrittene Gäste sorgten für Unmut

Abschied von einer „Königin“

Trauerfeier für Gina Lollobrigida: Umstrittene Gäste sorgten für Unmut

Gina Lollobrigida beigesetzt

Fans, Angehörige, Weggefährten und politische Würdenträger haben sich in Rom von der italienischen Schauspielerin Gina Lollobrigida verabschiedet. „Du bist eine Königin!“, riefen viele Menschen, als der Sarg der im Alter von 95 Jahren gestorbenen Künstlerin von der zentralen Piazza del Popolo in die Kirche Santa Maria in Montesanto getragen wurde. Es gab langen Applaus, auf einem Schild stand: „Gina, du bist der Glanz und die Ehre aller Italiener.“ Die Szenen der Beisetzung gibt’s im Video.

Umstrittene Gäste

Unter den Trauergästen war Lollobrigidas Sohn Andrea Milko Skofic, der zuletzt gerichtlich erwirkt hatte, dass seiner Mutter ein Finanzvormund vorgesetzt wurde; deshalb hatten die beiden miteinander gebrochen.

Auch Francisco Javier Rigau war nach Rom gekommen und hatte sich neben den Sarg gesetzt. Lollobrigida war 2006 mit dem Spanier liiert, bezeichnete ihn danach aber als Heiratsschwindler. „Ich habe sie sehr geliebt“, sagte Rigau nach Medienangaben. Einige Passanten riefen ihm zu: „Geh nach Hause! Betrüger! Schäm dich!“

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Im Römer Rathaus öffentlich aufgebahrt

Keinen Kommentar gab Andrea Piazzolla ab, der in den letzten Jahren offiziell als Assistent bei der Schauspiellegende lebte. Er wurde von Lollobrigidas Sohn verklagt, weil er die Seniorin ausgenutzt und sich systematisch an deren Besitz bereichert haben soll.

Vor der Totenmesse war die Kino-Diva, die in den 50er und 60er Jahren zu weltweitem Ruhm gekommen war und später auch als Fotografin und Bildhauerin arbeitete, im Römer Rathaus öffentlich aufgebahrt. Am Morgen erwies Regierungschefin Giorgia Meloni ihr die letzte Ehre.

Auf dem Friedhof von Lollobrigidas Geburtsort Subiaco östlich von Rom ist die Beisetzung geplant. (dpa/abl)

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