"Tatort"-Star Ulrike Folkerts: Ihr Coming-out war befreiend

Seit 18 Jahren ist die Tatort-Kommisarin Ulrike Folkerts (59) bereits mit ihrer großen Liebe Katharina Schnitzler zusammen. Mit ihrem Outing in den 90er-Jahren setzte die Schauspielerin damals ein Zeichen und stand endlich zu sich selbst und ihrer Sexualität. In der Vergangenheit sprach sie bereits mehrfach über ihre Erlebnisse als lesbische Frau und den Kraftakt des Coming-outs. Nun erzählt sie in einem Interview erneut über das für sie bewegende Ereignis.

Im Gespräch mit Bunte spricht Ulrike im Zuge der Veröffentlichung ihrer Autobiografie über ihr Outing als lesbische Schauspielerin. Für sie sei dies ein wichtiger Schritt gewesen, der sie sehr befreit hätte. “Wenn man ein so tiefgreifendes Geheimnis schützen möchte, ist das emotional belastend”, sagt sie. Außerdem sei sie erleichtert über die Reaktion ihrer Mutter und ihrer Fans gewesen. Laut eigenen Angaben habe Ulrike keinerlei negative Briefe oder Nachrichten erhalten. “Aber mir schrieben junge Frauen, die mich um Rat und Hilfe baten”, erzählt die “Tatort“-Kommissarin.

Ulrike ist außerdem Teil eines Manifests, in welchem sich im Februar 185 Schauspieler und Schauspielerinnen outeten und sich für mehr Repräsentation von nicht heterosexuellen Menschen in der Film- und Fernsehbranche einsetzen. Darsteller hätten Angst, ihren Beruf nach dem Outing nicht mehr ausüben zu können und vielen würde immer noch geraten werden, ihr Queersein nicht öffentlich zu machen, wie es in der Süddeutschen Zeitung damals hieß. Ulrike ärgert das: “Viele Menschen verstehen nicht, dass viele Schauspieler und Schauspielerinnen, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung, jede Rolle spielen können.”


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