Speiseplan der Zukunft: Kann uns die "Planetary Health Diet" retten?

Speiseplan der Zukunft: Kann uns die "Planetary Health Diet" retten?

Abnehmen und die Menschheit retten

Lebensmittel sind auf der Welt noch immer ungerecht verteilt. Die einen haben entschieden zu viel, die anderen zu wenig. Das hat 37 Wissenschaftler auf den Plan gerufen, die die “Planetary Health Diet” entworfen haben. Das Besondere: Diese Diät soll für die gesamte Menschheit gelten und unsere Erde retten.

Eigentlich ist der Begriff “Diät” hier das falsche Wort. Denn anders als die meist kurzfristige Ernährungsweise, die oft auf Gewichtsverlust abzielt, handelt es sich bei der “Erden-Diät” um eine langfristige Ernährungsumstellung. Die soll nicht nur dem Planeten – “planetary” – zugutekommen, sondern auch Krankheiten vorbeugen und die Gesundheit – “health” – fördern.

Das müssten die verschiedenen Völker ändern

Doch was steht auf dem Speiseplan? Für die meisten wenig überraschend: Gemüse. Mindestens 300 Gramm davon sollte der Mensch täglich zu sich nehmen. Dazu kommen 250 Gramm Milchprodukte und 232 Gramm Vollkornprodukte. Bis aufs Gramm genau gehören auch 75 Gramm Hülsenfrüchte auf den Teller, 50 Gramm Nüsse, 29 Gramm Hühnchen, 28 Gramm Fisch, klägliche 14 Gramm Rind-, Lamm- oder Schweinefleisch und exakt 13 Gramm Ei, womit sich der Sonntags-Brunch mit obligatorischem Frühstücksei eher schwierig gestalten dürfte, denn wie viel Ei sind 13 Gramm?

Glaubt man der Studie, ist es möglich, bis zum Jahr 2050 etwa zehn Milliarden Menschen gesund zu ernähren, ohne den Planeten zu zerstören. Die Schwierigkeit dürfte allerdings in der Umsetzung liegen. So müssen Menschen in der ganzen Welt ihre Essgewohnheiten ändern. In der Praxis bedeutet das, weniger Fisch für Asiaten, weniger rotes Fleisch für Europäer und Nordamerikaner. In afrikanischen Ländern wird heute ein Siebenfaches der empfohlenen Menge an stärkereichen Pflanzen konsumiert. Theoretisch kann durch die “Erden-Diät” viel für unseren Planeten getan werden: weniger Treibhausgase, Erhaltung der Artenvielfalt und mehr Trinkwasser. Bleibt nur die Frage: Kann der Mensch seine Ernährungsgewohnheiten so radikal umstellen? Und: Wie trenne ich ein Ei auf 13 Gramm genau?

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