Mimi Fiedler über ihre Alkoholkrankheit: "Ich bin eine Süchtige"

Im April 2020 machte Mimi Fiedler, 46, via Instagram öffentlich, nach einer Trennung in ein tiefes Loch gefallen zu sein. Die Folgen: Bourn-out, finanzielle Probleme und eine Alkoholsucht. Als sie ihren Führerschein wegen Alkohol am Steuer verlor, wachte sie auf und ging zu den "Anonymen Alkoholikern". Das war 2010. 

„Es ist nicht vorbei. Ich bin eine Süchtige“

Heute ist Mimi Fiedler trocken, doch es gibt auch Momente, in denen sie von ihrer Krankheit eingeholt wird, wie sie in einem neuen Instagram-Post eindrücklich schildert. "Auf Deutsch heißt es Saufdruck. Ich finde dieses Wort so hässlich wie passend. Weil es genau das beschreibt, was es ist. Der Druck im Inneren steigt und alles in einem will nur eines: Saufen", so der Beginn ihres ernsten Postings. "Ich war so lange richtig stabil. Fern von Druck, fern von jeglichen Gedanken an ein heimliches Treffen mit meiner ehemals besten Freundin Ally Kohol. Alles, was mal nicht so gut lief, habe ich mit anderen Routinen gelöst. Und dann vor zwei Wochen kam aus dem Hinterhalt und ohne Vorwarnung eine riesige Keule, der sogenannte Trigger, und ich war von jetzt auf gleich mittendrin in der Schleife", verrät die 46-Jährige weiter. "Alleine zu Hause, hineingesteigert in den Film, der in meinem Kopf losgegangen war, unaufhaltsam, Spirale nach unten, der Druck nach oben, jede Stunde, die ich mich nicht mitgeteilt habe, ein Schritt weiter zur Klippe. Auf Nachfragen meines Mannes, ob alles ok sei, habe ich wie früher, gelogen, alles sei gut. Was natürlich nicht stimmte. Gar nichts war gut."

https://www.instagram.com/p/CevecdGK3jx/

Mimi Fiedler appelliert an ihre Fans

In diesem Moment habe sie niemanden angerufen, obwohl das "das allerwichtigste in solchen Momenten ist, mit jemandem zu sprechen." Doch Mimi "konnte einfach nicht, ich habe mich wie ein Tier in der Falle gefühlt." "Erst als mich am späten Abend meine Beutetochter versucht hat zu erreichen, weil sie es – wie immer – gespürt hat, konnte ich sprechen. Der alte Affe Angst hat sich in dieser Nacht noch mal vom Acker gemacht, aber zwei Wochen danach fühle ich mich immer noch wackelig, die Sucht ist in voller Blüte, seit zwei Tagen habe ich immer wieder Nasenbluten, mein System ist in Aufruhr, die alten Strickmuster, die sich wie von Geisterhand um meine Tage weben, sind da", so Fiedlers dramatische Schilderung. "Kurz vor meinem vierjährigen Sobriety-Geburtstag war ich kurz davor, zu trinken. Ich habe es nicht gemacht, aber: es ist nicht vorbei. Ich bin eine Süchtige."

Mimi Fiedler betont, dass sie gesund bleiben will und es ihre Pflicht sei, noch besser auf sich aufzupassen. "Ein kleiner schwacher Moment hat die Kraft, alles kaputtzumachen. Das habe ich wieder lernen dürfen. Passt gut auf Euch auf", so ihr Appell an ihre Community. Ein ehrliches und vor allem mutiges Posting, für das die Schauspielerin von ihren prominenten Kolleg:innen und Fans jetzt gefeiert wird.

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Verwendete Quellen: instagram.com

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