Matthias Carras‘ (†) Duett-Partnerin Sandra Diano: "Das Letzte, was er mir am Telefon sagte…"

Nach dem Tod vom Schlager-Star

Matthias Carras' (†) Duett-Partnerin Sandra Diano:"Das Letzte, was er mir am Telefon sagte…"

von Vincent Nellessen

Eine Woche ist es her, dass die traurige Nachricht vom Tod des Schlagersängers Matthias Carras (†58) publik wurde. Auch für seine langjährige Duett-Partnerin Sandra Diano (34) war das ein großer Schock. Am 20. Januar bringt sie posthum ein Duett mit dem dreifachen Vater raus und weiß, dass er noch kurz vor seinem Tod so viele Pläne geschmiedet hat.

"Da war er schon Feuer und Flamme!"

Sie hoffe mit der Veröffentlichung ihres Duetts, den großen Wunsch von Matthias Carras zumindest „ein bisschen erfüllen“ zu können, erzählt Sandra Diano RTL in einem emotionalen Interview. Doch die Veröffentlichung des Liedes „Nur diesen Moment“ sei nur einer seiner Pläne gewesen, die er sogar noch im Krankenhaus schmiedete.

Am 14. Januar ist der Schlagersänger im Alter von 58 Jahren an seinem Krebsleiden verstorben. „Er war so sehr positiv“, erinnert sich die 34-Jährige. „Er war der Optimistischste von allen. Ich weiß gar nicht, wie das geht in so einer Situation“. 2020 wurde bei Matthias Carras Knochenkrebs diagnostiziert. Und trotzdem kämpfte er sich zurück, brachte 2021 ein neues Album raus und absolvierte einige Auftritte. Zuletzt habe Sandra mit ihm Mitte Dezember telefoniert. „Musikalisch wollte er auf jeden Fall voll durchstarten, voll zurück auf die Bühne. Das, was er die letzten Jahre einfach nicht mehr gemacht hatte.“

Auf diese Therapie setzte er alle Hoffnungen

Denn schon 2015 hatte er sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, seine Schlagerkarriere an den Nagel gehangen – der Gesundheit wegen: Matthias litt an schweren Depressionen. Aber dann, 2019, meldet er sich mit einem musikalischen Comeback bei Sandra Diano und nimmt mit ihr das Duett auf, dass nun als Single veröffentlicht wird. „Plötzlich kam die Nachricht: ‘Hey, ich bin wieder da! Ich will wieder auf die Bühne! Ich will wieder Schlagersänger sein’“, erinnert sich die Sängerin an diesen besonderen Augenblick im Interview. „Da können Sie sich vorstellen, wie wir uns alle gefreut haben! Ich habe darauf so gehofft, dass er zurückkommt.“

Als dann allerdings der Krebs kam, wurde alles schwieriger. Im Dezember, rund einen Monat vor seinem Tod, ließ der Schlagersänger seine Fans auf Facebook wissen, dass eine neue Therapie bei ihm beginnen würde: Eine sogenannte CAR-T Zelltherapie. Dabei werden T-Zellen aus seinem Blut gefiltert und genmanipuliert wieder zurückgeführt. Diese Zellen dienen der Immunabwehr, können aber einige Krebszellen nicht aufspüren. Durch die Manipulation sollen sie Krebszellen erkennen und ausschalten. „Ich habe einen wahnsinnigen Bammel davor“, gestand er in seinem Post. Schon zuvor hatte er verraten, dass er „trotzdem guter Dinge“ sei. Ende Januar sollten die T-Zellen zurückgeführt werden.

„Die Prognosen mit der neuen Therapie sahen sehr gut aus, die er bekommen hatte“, schildert Sandra Diano diese Zeit. „Also das war zum Greifen nah. Wir haben wirklich alle gedacht, dass er das schafft.“

Sandra Diano erinnert sich an das letzte Gespräch

Die Therapie würde eine 95-prozentige Heilungschance versprechen, erklärt sie. Tatsächlich spricht auch das „Deutsche Ärzteblatt“ für das neuen Verfahren, das erst im Juli 2022 in Deutschland zugelassen wurde, bei bestimmten Krebsformen davon, dass 90% der Teilnehmer positiv darauf ansprächen. Allerdings gäbe es auch schwerwiegende Nebenwirkungen. Die habe auch Matthias verspürt, wie er auf Facebook mitgeteilt hatte: „Ich habe wohl die Nebenwirkungen der CAR-T Zelltehrapie unterschätzt“, schrieb er da.

Trotzdem weiß die 34-Jährige: „Er war so positiv und er hat daran so festgehalten, dass das funktioniert.“ Aber plötzlich sei alles „wahnsinnig schnell“ gegangen. „Das letzte, was er zu mir gesagt hat war, dass wir – wenn er aus dem Krankenhaus kommt – dass wir zu ihm kommen sollen und er kocht für uns.“ Er sei ein leidenschaftlicher Koch gewesen. „Wenn wir das hier schaffen, dann schieben wir nichts mehr auf, dann machen wir das endlich mal! Wir hatten echt so viele Sachen geplant!“ Er habe ein neues Album aufnehmen wollen, sogar ein komplettes Duett-Album mit Sandra Diano sei mal geplant gewesen. Daran hat er wohl festgehalten – bis zu seinem Tod.

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