Madonna wird 62: So wurde das Mädchen aus Michigan die "Queen of Pop"

Als Kind besuchte sie eine Klosterschule, in den 80er Jahren sorgte Madonna mit dem Song "Like a Virgin" und der angeblichen Darstellung eines schwarzen Jesus für Furore. Seither erfand sie sich unzählige Male neu und gehört auch mit 62 Jahren noch lange nicht zum alten Eisen. Ein Rückblick auf das Leben der "Queen of Pop". © 1&1 Mail & Media/spot on news

Als Sohn eines italienisch-amerikanischen Vaters und einer frankokanadischen Mutter wurde Madonna Louise Ciccone 1958 in Bay City, Michigan geboren. Als sie fünf Jahre alt war, musste die kleine Madonna bereits einen Schicksalsschlag erleben: Ihre Mutter starb an Brustkrebs. Das Foto zeigt Madonna im Herbst 1978 mit 20 Jahren in New York City.© Getty Images/Michael McDonnell/Archive Photos
Madonna – hier im Jahr 1979 – hat drei Brüder und zwei Schwestern. Nachdem ihr Vater nach dem Tod seiner Frau 1966 seine Haushälterin heiratete, bekam der zukünftige Popstar noch zwei weitere Halbgeschwister.© Getty Images/Michael McDonnell/Hulton Archive
Als Kind besuchte Madonna katholische Schulen, zeitweise sogar eine Klosterschule. Dort ging die Einserschülerin vor allem bei Theateraufführungen und im Cheerleading auf. Sie nahm zudem Klavier- und Tanzunterricht. (Foto: 1982 in Chinatown, New York City)© Peter Noble/Redferns/Getty Images
Mit ihrem Tanzlehrer besuchte das junge Nachwuchstalent unter anderem Schwulendiscos im Detroiter Nachtleben, wo sie einen ihrer späteren Musikproduzenten kennenlernte. Nachdem Madonna (hier 1988) ihre Tanzausbildung an der University of Michigan abgebrochen hatte, zeigte sie zum ersten Mal großen Mut – und zog mit 30 Dollar in der Tasche in die Metropole New York City.© imago images/BRIGANI-ART/Heinrich Brigani
Im Big Apple angekommen, hielt sich Madonna mit Gelegenheitsjobs über Wasser und machte unter anderem Nacktaufnahmen, die Jahre später im "Playboy" und im Magazin "Penthouse" erschienen. Die junge Künstlerin lernte zudem Schlagzeug- und Gitarrespielen und schrieb erste Songs. In den späten 70ern wollte sie der Disco-Sänger Patrick Hernandez in Paris groß rausbringen, Madonna (hier 1984) kehrte aber bereits nach vier Monaten in die Staaten zurück.© Michael Putland/Getty Images
In den Straßen New Yorks erlangte Madonna langsam aber sicher größere Bekanntheit. In Discotheken präsentierte sie ihre ersten Demo-Tapes und lernte dort den Discjockey Mark Kamins kennen, der ihre erste Single "Everybody" produzierte. 1982 kam die Sängerin dann bei dem Plattenlabel unter, bei dem sie ein Jahr später ihren Durchbruch schaffte – mit dem Debütalbum "Madonna", für das ihr damaliger Freund und DJ Jellybean Benitez mitverantwortlich war.© Vinnie Zuffante/Michael Ochs Archives/Getty Images
Der internationale Erfolg stellte sich mit der Auskopplung der dritten Single "Holiday" ein. Madonna trat nun weltweit im Fernsehen auf und hatte auch als Schauspielerin einen ersten Auftritt: in "Crazy For You" (1985). Passend spielte sie in dem Film eine Nachtclubsängerin und machte den ansonsten eher weniger erfolgreichen Film mit ihrer Musik doch noch zu einem Hit.© imago images/Mary Evans/AF Archive Warner Bros
Für ihr zweites Album "Like a Virgin" holte sich die Wandlungskünstlerin Hilfe bei Star-Produzent Nile Rodgers, der damals bereits mit Michael Jackson und Duran Duran arbeitete. 1984 performte sie den Titelsong bei den allerersten MTV Video Music Awards (Foto) in einem Hochzeitskleid – und sorgte damit für Empörung bei Eltern und Sittenwächtern.© Getty Images/Frank Micelotta
"Like a Virgin" gehört heute zu den 100 meistverkauften Alben aller Zeiten und wurde rund 20 Millionen Mal verkauft. 1985 gelang dem Multitalent zudem erneut ein filmischer Erfolg: neben Rosanna Arquette (l.) spielte sie in "Susan… verzweifelt gesucht" mit. In dem Streifen war auch ihr Hit "Into the Groove" zu hören.© imago images/Mary Evans/AF Archive/Orion Pictures
Im selben Jahr heiratete die damals 27-Jährige Schauspieler Sean Penn. Gemeinsam waren die beiden 1986 in dem Film "Shanghai Surprise" (Foto) zu sehen. Die Ehe hielt allerdings nicht und blieb kinderlos – 1989 ließen sich Madonna und Penn scheiden.© imago images/Mary Evans/AF Archive Hand
Den jungen Fans gefiel der Mut des Stars. Fortan kopierten sie Madonnas Look, der sich stets wandelte und dessen Inspiration sie sich häufig im alten Hollywood holte. Im Video zu "Material Girl" zeigte sie sich beispielsweise im Look von Ikone Marilyn Monroe – ebenso wie Jahre später während ihrer "Blond Ambition World Tour" 1990, die im Film "In Bed With Madonna" (Foto) 1991 dokumentiert wurde.© imago images/United Archives
1985 trat der Superstar beim Benefizkonzert "Live Aid" in Philadelphia auf – dem heute legendären Event von den Organisatoren Bob Geldof und Midge Ure, bei dem Geld gesammelt wurde, um die Hungersnot in Afrika zu bekämpfen.© Getty Images/Vinnie Zuffante/Michael Ochs Archives
Das dritte Album "True Blue", das 1986 erschien, wurde dank Hits wie "Papa Don't Preach" zum absoluten Kassenschlager. In Deutschland erreichte Madonna mit "La Isla Bonita" zum ersten Mal die Spitze der Charts. Die "Who’s That Girl World Tour" führte sie ein Jahr später über den kompletten Globus, in Frankfurt performte sie vor 60.000 Zuschauern.© imago images/Everett Collection/Walt Disney Co.
Nach einer Pause, in der die Sängerin sich dem Broadway und ihrer weniger erfolgreichen Filmkarriere widmete, kehrte Madonna 1989 mit dem Album "Like a Prayer" musikalisch zurück. Für einen Skandal sorgte das Video zum Titelsong, in dem die Provokateurin scheinbar einen dunkelhäutigen Jesus küsst. In Wahrheit war es ein Abbild des peruanischen Dominikaners Martin von Porres.© Getty Images/Bettmann Archive
Während ihrer Welttournee 1990 sorgte die US-Amerikanerin erneut mit ihrem skandalösen Auftreten für Aufruhr. Nachdem sie sich bereits im Video zu "Express Yourself" halbnackt in aufreizenden Posen präsentiert hatte, trat sie nun zu "Like a Virgin" in einem goldenen Korsett mit kegelförmigem BH auf und simulierte eine Masturbation. Der Vatikan rief zum Boykott ihrer Shows auf, in Kanada drohte ihr sogar eine Haftstrafe.© Getty Images/Redferns/Rob Verhorst
Es folgten weitere Skandale – unter anderem küsste Madonna die Schauspielerin Rosie O'Donnell (r.) und deutete an, bisexuell zu sein. Gleichzeitig feierte die Musikerin aber auch Erfolg auf Erfolg. Der Song "Vogue" und das dazugehörige Video machten sie zu einer Schwulenikone, ihr erstes Best-Of-Album wurde ebenfalls ein Kassenschlager.© Vinnie Zuffante/Michael Ochs Archives/Getty Images
Die Jahre 1992 und 1993 wurden zu Madonnas provokantesten. Neben dem Album "Erotica", das sich mit dem Thema Sexualität, BDSM und Fetisch auseinandersetzt, veröffentlichte sie auch den Bildband "Sex" (Foto). Beides wurden große Erfolge. Der Versuch, mit ihrem Film "Body of Evidence" den Erfolg von "Basic Instinct" nachzuahmen, scheiterte jedoch – Madonna erhielt eine Goldene Himbeere.© imago images/ZUMA Press
Die vielen Skandale wirkten sich aber nicht ausnahmslos positiv aus. Mitte der 90er Jahre stagnierte ihr musikalischer Erfolg, wirre Auftritte sorgten für hochgezogene Augenbrauen. 1996 gelang es ihr jedoch, sich einen Traum zu erfüllen: mit der Rolle der Evita Perón in der Verfilmung des Andrew-Lloyd Webber-Musicals "Evita". Der Höhepunkt: Madonnas Darbietung von "Don’t Cry for Me Argentina" (Foto) vor Hunderten Komparsen.© imago images/ZUMA Press
Für die Traumrolle erhielt der Superstar ein Jahr später den Golden Globe als "Beste Schauspielerin", eine Oscarnominierung blieb allerdings aus. Zuvor war Madonna im Oktober 1996 zum ersten Mal Mutter geworden. Der Vater ihrer Tochter Lourdes ist ihr damaliger Fitnesstrainer Carlos Leon. (Foto: Madonna und Nicole Kidman bei den Golden Globes 1997)© Vinnie Zuffante/Michael Ochs Archives/Getty Images
Ende der 90er Jahre konnte Madonna dann an ihre alten Erfolge anknüpfen, das Album "Ray of Light" wurde mit vier Grammys ausgezeichnet. Und auch privat lief es blendend: Bei einem Abendessen mit Sting lernte sie 1998 den britischen Regisseur Guy Ritchie kennen – und verliebte sich in ihn. Nach der Geburt ihres gemeinsamen Sohnes Rocco im August 2000 folgte im Dezember die Hochzeit. © imago images/United Archives International
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