"Literarisches Quartett"-Erfinder ist tot

Johannes Willms (1948-2022) ist in der Nacht von Montag auf Dienstag in München gestorben. Das berichten die "Süddeutsche Zeitung" und das ZDF übereinstimmend. Der Historiker und Autor, der unter anderem "Das Literarische Quartett" konzipierte, wurde 74 Jahre alt. Er sei nach kurzer Krankheit verstorben, wie Evelyn Schels, die Witwe Willms', der "SZ" bestätigt habe.

Der im Mai 1948 in Würzburg geborene Willms war zunächst für den Hessischen Rundfunk tätig und wechselte 1978 zum ZDF. Dort arbeitete er unter anderem als Redakteur am Kulturmagazin "aspekte", das er zwischen 1988 und 1992 leitete. Damals konzipierte er auch die Sendung "Das Literarische Quartett", zu deren Teilnehmern häufig Marcel Reich-Ranicki (1920-2013) und Hellmuth Karasek (1934-2015) gehörten.

„Als Historiker und als Journalist hochgeschätzt“

Später wurde Willms unter anderem Feuilletonchef und Kulturkorrespondent der "SZ". Zuletzt veröffentlichte er zahlreiche Werke im Verlag C. H.Beck, darunter "Der General: Charles de Gaulle und sein Jahrhundert" sowie "Waterloo: Napoleons letzte Schlacht".

"Als Historiker und als Journalist hochgeschätzt perfektionierte Johannes Willms die Kunst, ein großes Publikum engagiert, differenziert und kritisch zu informieren, dabei äußerst unterhaltsam zu sein, und trotz aller Deutlichkeit stets verbindlich zu bleiben", erklärt ZDF-Kulturchefin Anne Reidt in einer Mitteilung des Senders.

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