Filmemacherin Tamara Trampe ist tot

Trauer um Tamara Trampe. Die Filmemacherin ist mit 78 Jahren verstorben, wie die Berliner Akademie der Künste mitteilte.

Die Filmemacherin Tamara Trampe ist tot. Wie die Akademie der Künste auf ihrer Homepage schreibt, starb ihr Mitglied vergangene Woche im Alter von 78 Jahren in Berlin. Mit ihr verliere die Akademie „eine der wichtigsten und künstlerisch interessantesten Stimmen im Bereich des Dokumentarfilms“.

Geboren wurde Trampe 1942 in der Sowjetunion. Seit 1970 habe sie als Dramaturgin bei der DEFA gearbeitet, der Filmproduktionsgesellschaft der DDR. Sie habe dort viele Filme begleitet. Ab 1990 habe Trampe damit begonnen, ihre eigenen Vorhaben zu realisieren.

Mit ihrem Partner, dem Regisseur und Kameramann Johann Feindt habe sie essayistische Dokumentarfilme fürs Kino gedreht. „Zu ihren wichtigsten Themen gehörten Gewalt und Krieg und wie diese in den Menschen lebenslang ihre Spuren und Wunden hinterlassen“, schreibt die Akademie. Trampe drehte etwa „Der schwarze Kasten“, „Wiegenlieder“ und „Meine Mutter, ein Krieg und ich“.

Grimme-Preis für „Weiße Raben“

Für „Weiße Raben – Alptraum Tschetschenien“ erhielten Trampe und Feindt 2007 einen Grimme-Preis. Der Film schaute auf Kriegsveteranen und den Tschetschenienkrieg. „Beeindruckend ist die emotionale Kraft des Films, die sich aus den stillen Momenten speist“, hieß es damals in der Begründung. Es sei ein Film über die Spuren, die der Krieg in den Körpern und Seelen der Menschen hinterlasse.

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Dokumentarfilmer Thomas Heise und Regisseurin Helke Misselwitz drückten ihre Trauer aus. „Mit großer Trauer haben wir vom Tod unseres Mitglieds Tamara Trampe erfahren; der Autorin, Dramaturgin, Filmemacherin und Kuratorin, unserer Kollegin und Freundin“, zitiert die Akademie der Künste beide. „Ein Mensch mit großem Herz und dünner Haut. Wir werden ihre freundliche, wache Genauigkeit sehr vermissen.“

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