Felix Jaehn: Traurige Beichte

Panik-Attacken statt Party-Leben

Felix Jaehn leidet unter psychischen Problemen. Er suchte sich professionelle Hilfe. Außerdem meditiert er täglich, um Kraft zu tanken.

Umjubelt von Fans uns trotzdem einsam: „Oft stürzte ich psychisch ab, nachdem ich die Bühne verlassen hatte“, so der Star-DJ

Sein Kollege Avicii ist am Ruhm zerbrochen.

Auf der Bühne heizt Star-DJ Felix Jaehn, 27, den Fans mit Hits wie „Cheerleader“ und „Ain‘t Nobody (Loves Me Better)“ ein. Doch ihm selbst war dabei oft gar nicht nach feiern zumute…

  • Felix Jaehn ist einer der erfolgreichsten DJs der Welt.
  • Doch er leidet auch unter seinem Job.
  • In Folge der Einsamkeit kämpfte Felix Jaehn lange mit psychischen Problemen.

Felix Jaehn kämpft gegen Panikattacken

Er war gerade mal 20, als er 2015 schlagartig berühmt wurde. Doch der Mega-Erfolg brachte dem Hamburger auch die dunkelsten Stunden seines Lebens. Felix Jaehn litt an Verlustängsten und kämpfte lange gegen Panikattacken. Im Podcast „Stahl aber herzlich“ mit Psychologin Stefanie Stahl gab er jetzt einen Einblick, wie schlecht es ihm zeitweise ging:

Ich hatte Bilder von mir wie in einer Gefängniszelle, dass ich eingemauert bin. Das ging bis vor ein paar Jahren so, dass ich dann regelmäßig Angstzustände hatte und Panikattacken und nicht mehr allein zum Supermarkt rausgehen konnte. Und je mehr ich mich isoliert habe, umso schlimmer wurde es.

Das Leben in der Öffentlichkeit sei oft nicht einfach. Vor allem Instagram und Co. machten ihm zu schaffen:

Social Media ist Fake Love. Du denkst, du hast das alles, aber am Ende sitze ich doch allein in meinem Hotelzimmer. Aber weil ich davon so eingenommen war, konnte ich die tatsächliche, zwischenmenschliche Liebe nicht erfahren.

 

Felix Jaehn: „Oft stürzte ich ab“

Auch im Gespräch mit dem „Stern“ offenbarte er, dass sein Mega-Erfolg ihn alles andere als glücklich machte:

Nach den Konzerten wusste ich nicht, wie ich runterkommen sollte, wenn ich eben noch vor zehntausenden Fans stand. Oft stürzte ich psychisch ab, nachdem ich die Bühne verlassen hatte. Ich verbrachte damals nach meinen Shows viele Stunden im Flugzeug. Manchmal flog ich für ein Konzert nach Indien und danach direkt wieder zurück. Dann saß ich nach meinem Konzert in einem Flugzeugsitz, starrte aus dem Fenster in die Dunkelheit der Nacht hinaus und fühlte mich sehr allein

so Felix.

„Meine Einsamkeit verstärkte meine psychischen Probleme.“ Durch Therapien versuchte er zu ergründen, woher seine Probleme rühren und warum er nur schwer Liebe annehmen kann. „Das war bei mir früh geprägt. Dadurch, dass ich mir mit meiner Sexualität lange nicht klar war und ich mich dann als bisexuell geoutet habe, ein paar Jahre später auch gegenüber der Öffentlichkeit.“ Inzwischen ist er seit einem Jahr vergeben. Sein Freund gibt ihm viel Kraft und kann ihm hoffentlich auch dabei helfen, endlich richtig happy zu sein.

Auch sie hat der DJ-Job kaputt gemacht:

  • AVICII(†28)

Der schwedische Superstar ist am Ruhm zerbrochen. Er nahm sich 2018 während eines Urlaubs im Oman das Leben.

  • BENGA (35)

Der Dubstep-Pionier leidet an Schizophrenie und einer bipolarer Störung, nahm sich eine zweijährige Auszeit. Der Brite glaubt, dass die Jahre auf Tour und intensiver Drogenkonsum dazu geführt haben.

  • DEADMAU5 (40)

Der Hitproduzent mit der Mäusemaske musste 2015 kürzer treten: „So wie auch viele andere menschliche Wesen muss ich mich mit ein paar Depressionsproblemen auseinandersetzen. Ich würde mich selber als weit entfernt von emotionaler Stabilität bezeichnen, trotzdem aber bin ich nicht so unstabil, dass ich nicht erkenne, wenn man mir hilft.

 

Dieser Text stammt aus der aktuellen „OK!“. Noch mehr heiße Star-News findest du in der aktuellen „OK!“ – jeden Mittwoch neu am Kiosk. 

Text: Anja Eichriedler

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