Ein Botschafter und sein Roller

In deutschen Großstädten sind die E-Scooter längst omnipräsent. Das sieht in Bangkok noch anders aus.

Georg Schmidt, Botschafter Deutschlands in Thailand, auf dem Botschaftsgelände. Foto: Caroline Bock/dpa

Der deutsche Botschafter in Thailand fällt auf den Straßen von Bangkok auf. Georg Schmidt ist einer der ganz wenigen Menschen, die dort mit einem E-Tretroller unterwegs sind.

Das hat praktische Gründe: Oft ist auf den Straßen der Hauptstadt Stau. Schmidt sieht den Roller zudem als einen «Denkanstoß», wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte. Der Umweltminister von Thailand sei auch schon begeistert damit gefahren. Die E-Tretroller werden mit Strom aus einer Solaranlage auf dem Botschaftsgelände versorgt. Das sei auch ein Signal: «Man kann auch anders Energie generieren.»

Schmidt nutzt den Roller für kürzere Strecken, bei denen er sonst mehr als eine Stunde im Stau festsitzen würde. «Mir ging es um die Effizienz.» Fahrradfahren kommt in Bangkok, wo es oft weit über 30 Grad heiß ist, weniger in Frage. Da komme man zu verschwitzt am Ziel an. Auf Chinesisch würde man sagen, wie «ein in die Suppe gefallenes Huhn», so Schmidt.

Der 1963 in Freiburg im Breisgau geborene Diplomat ist nach Stationen in Japan, Mali, Sri Lanka und Berlin seit 2018 Botschafter in Thailand. Der deutsche Roller ist dort schon Thema in einem politischen Cartoon gewesen.

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