Das ist Amerikas neue "First Family"

Es ist vollbracht: Joe Biden wurde als 46. US-Präsident vereidigt und wird nun mit seiner Ehefrau Jill ins Weiße Haus einziehen. Doch wer verbirgt sich eigentlich noch hinter Amerikas neuer „First Family“?

First Lady Jill Biden

Die neue First Lady heißt Jill Biden. Sie ist Englischlehrerin und wird ihre neue Rolle voraussichtlich neu definieren. Während die Gattinnen bisheriger US-Präsidenten sich überwiegend auf repräsentative Aufgaben beschränkten, hat „Dr. B“, wie ihre Schüler sie gerne nennen, bereits angekündigt, weiterhin als Lehrerin arbeiten zu wollen. Als First Lady wird sie sich vor allem für das Thema Bildung einsetzen.

Ihren späteren Mann lernte Jill 1975 bei einem Blind Date kennen, nur wenige Jahre nachdem Joe Biden seine Frau und Tochter bei einem tragischen Autounfall verloren hatte. Jill habe die Familie „wieder zusammengefügt“, sagt der neue Präsident über seine zweite Frau. 1977 heiratete das Paar und Jill übernahm für die Söhne Hunter und Beau, die den Autounfall überlebt hatten, die Mutterrolle. Die gemeinsame Tochter Ashley machte die Familie komplett.

Die heute 69-jährige Jill gab vorübergehend ihren Job als Lehrerin auf, um die Kinder großzuziehen. Später machte sie zwei Masterabschlüsse und promovierte schließlich in Erziehungswissenschaften. Drei Mal bewarb sich Joe Biden um die Präsidentschaftskandidatur, jedes Mal war seine Ehefrau eine seiner vehementesten Fürsprecherinnen. Im vergangenen Jahr erwies sie sich dann als unermüdliche Wahlkampfhelferin ihres Mannes.

Die Biden-Söhne: Beau und Hunter 

Joe Biden hat oft betont, wie sehr ihm die Beziehung zu seinen Söhnen Beau und Robert „Hunter“ Biden durch die Trauer nach dem Tod seiner Frau und seiner Tochter geholfen habe. Jahrelang pendelte er täglich vier Stunden zwischen Washington und seinem Haus in Delaware, um für seine Söhne da sein zu können.

Beau schien auf dem besten Weg zu sein, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Nachdem er im Irak in der Armee gedient hatte, wurde er Generalstaatsanwalt von Delaware. Doch 2015 starb er im Alter von nur 46 Jahren an einem Gehirntumor, weniger als zwei Jahre nach seiner Diagnose. Biden kommt in seinen politischen Ansprachen oft auf seinen verstorbenen Sohn zu sprechen und besucht regelmäßig dessen Grab.

Hunter Biden hielt sich anders als sein Bruder eher im Hintergrund. In der Vergangenheit hatte er mit Alkohol- und Drogenproblemen zu kämpfen, 2014 wurde er nach einem positiven Kokain-Test als Marine-Reservist entlassen. Inzwischen lebt der 50-Jährige als Künstler in Los Angeles.

Trotz des teilweise holprigen Werdegangs hielt Joe Biden stets zu seinem Sohn. Als Trump im Wahlkampf Hunters Drogenvergangenheit thematisierte, entgegnete der Ex-Vizepräsident lediglich: „Ich bin stolz auf meinen Sohn.“

Die Biden-Töchter: Ashley und Naomi

Joe Bidens erstgeborene Tochter Naomi wurde mit nicht einmal einem Jahr bei dem Autounfall mit ihrer Mutter getötet. Gemeinsam mit Jill bekam der Präsident Tochter Ashley. Die frühere Sozialarbeiterin leitete jahrelang eine Nichtregierungsorganisation, die sich für die Resozialisierung von Häftlingen und die Betreuung von Kriminalitätsopfern stark macht. 2017 gründete sie ein sozial orientiertes Modelabel.

Die Enkelkinder von Joe Biden

Insgesamt hat der Präsident sieben Enkelkinder. Die Teenager Natalie und Hunter stammen von Sohn Beau und seiner Ehefrau und Witwe Hallie Biden. Natalie begleitete ihren Großvater schon zu einigen Wahlkampfterminen wie beispielweise der Zeremonie anlässlich des Delaware Memorial Days in New Castle im Mai 2019.

Fünf Enkel hat Joe Biden außerdem von Sohn Hunter. Drei Enkeltöchter stammen aus der ersten Ehe des Wirtschaftslobbyisten mit Kathleen Buhle. Im August 2018 kam der gemeinsame Sohn mit Lunden Alexis Roberts zur Welt. Seit Mai 2019 ist Hunter Biden mit Melissa Cohen verheiratet. Die beiden machten Joe Biden mit der Geburt ihres Sohnes im März 2020 zum siebenfachen Großvater.

Vierbeiner im Weißen Haus

Und das war noch nicht alles: zu den Bidens gehören auch ein paar vierbeinige Familienmitglieder. Gemeinsam mit dem Präsidenten und der First Lady werden zwei Schäferhunde und eine Katze ins Weiße Haus einziehen.

  • Nach heftiger Kritik: “Vogue“ lässt neues Cover mit Kamala Harris drucken
  • Antrag im Weißen Haus: Donald Trumps Tochter Tiffany hat sich verlobt
  • „Er hatte keine Angst“: Siegfrieds Schwester über seine letzten Stunden

Nachdem Trump als erster Präsident seit mehr als einem Jahrhundert eine hundelose Amtszeit absolvierte, belebt Biden mit Champ und Major diese Gepflogenheit wieder. Champ begleitet die Familie bereits seit 2008, 2018 holten die Bidens dann noch Major aus dem Tierheim zu sich.

Quelle: Lesen Sie Vollen Artikel