Christian Lindner meldet sich nach Kritik zu seiner kirchlichen Trauung

Politiker verteidigt Hochzeit auf Sylt

Christian Lindner meldet sich nach Kritik zu seiner kirchlichen Trauung

Wie konnten Christian Lindner (43) und Franca Lehfeldt (33) bloß kirchlich heiraten? Diese Frage haben sich viele gestellt – schließlich sollen beide aus der Kirche ausgetreten sein. Nachdem es zahlreich Kritik geregnet hat, meldet sich der FDP-Politiker nun selbst zu Wort.

Christian Lindner sei kein "Kirchenfeind"

„Es gibt ein Mehr, das über uns beide und unser gemeinsames Leben hinausweist. Das in einem Gottesdienst zu bedenken und den Segen zu empfangen, war mir wichtig“, erklärt Christian Lindner, nachdem er seine Franca in der evangelischen Kirche „St. Severin“ auf Sylt in einer pompösen Zeremonie zur Frau genommen hat, dem christlichen Magazin „chrismon“.

Er sei kein „Kirchenfeind“, hat der Bundesfinanzminister mal im Interview der „Zeit“-Beilage „Christ & Welt“ gesagt. Dennoch sei er mit 18 Jahren bereits aus der Kirche ausgetreten, weil „es für einen naturwissenschaftlich interessierten Menschen wie mich eine Hürde ist, sich mit metaphysischen Fragen zu beschäftigen.“

Susanne Zingel war die Pastorin, die dem Brautpaar den kirchlichen Segen gegeben hat. Dass der Politiker und seine Journalistin aus der Kirche ausgetreten sind, ist der Religionsgelehrten natürlich klar. Daher gab’s für das Pärchen auch keine klassisch-kirchliche Eheschließung. Stattdessen segnete Zingel die Verliebten.

Im Video: Das romantische Jawort von Lindner & Franca Lehfeldt

Christian Lindner und Franca Lehfeldt haben geheiratet

Die Aufregung um seinen Kirchenaustritt war für Lindner und seine Angetraute nicht der einzige Kritikpunkt. So regte sich Comedian Ilka Bessin beispielsweise auf, dass Teile der Trauung – darunter das Security-Personal – von Steuergelden bezahlt wurde.

Aber auch, dass der FDP-Politiker inmitten von aktueller Krisen seine luxuriöse Hochzeitsfeier auf Sylt veranstaltet hat, stieß vielen übel auf. Eine Umfrage hat ergeben, dass die Mehrheit der Deutschen solch ein Verhalten als unangemessen ansehen. (rsc)

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