Armin Rohde verrät: "Ich habe heimlich 14 Kilo zugenommen"

Für seine Charakterrollen gibt Armin Rohde alles. Seinen Körper, sogar seine Gesundheit ordnet der Schauspieler dafür unter. Wie sich das anfühlt und warum er für seine letzte Rolle heimlich zunahm, erklärt er im t-online-Interview. 

“Ich habe an die 160 Filme gedreht, da war bestimmt einiges dabei, das nicht wirklich gut war”, versichert Armin Rohde unverblümt und lachend. Der Schauspieler ist ein Mann vieler Worte, erzählt gern, gibt dabei allerdings nicht immer viel von sich preis. Im t-online-Interview spricht Rohde aber nicht nur über seine Vergangenheit als Künstler, sondern auch über seine Zukunft und seine Gesundheit.  

Welche Filme er mit sich selbst nicht mag, dass kann der 66-Jährige nicht sagen, will es vielleicht auch nicht. “Das verdränge ich”, sagt er. “Manchmal weiß ich von Filmen, die ich im Nachhinein nicht mochte, nicht einmal mehr den Titel oder den Rollennamen.” Er habe eine “gute Entsorgungstechnik”. So plage er sich nicht noch nach Jahren mit einem schlechten Gefühl herum. 

“Tonis Welt”: Die Welten von Toni (Ivo Kortlang) und Dr. Schmieta (Armin Rohde, r.) treffen aufeinander.(Quelle: TVNOW / Martin Rottenkolber)

“Bei viel mehr Kilos wird es dann irgendwann auch gefährlich” 

Weder Regisseur noch Produktion haben von dem Mimen verlangt zuzunehmen, das geschah ihn Eigenregie und ohne großes Aufsehen darum. “Es ist immer eine Art der Dosierung, wie man so etwas vermittelt. Ich wollte den Zuschauern einen unterschwelligen Hinweis geben, durch den sie spüren: Um diesen Menschen muss man sich möglicherweise Sorgen machen.” Über die Nebenwirkungen ist sich Rohde durchaus bewusst: “Es kann natürlich auch sein, dass die Zuschauer denken: Mensch, ist der Rohde dick geworden, aber das riskiere ich gern.”

Er ordne seine Gesundheit seiner Arbeit unter, gesteht der Filmstar. “Das geht aber nur bedingt. Bei viel mehr Kilos wird es dann irgendwann auch gefährlich. Und dann wird es noch schwieriger da wieder runterzukommen. Sich was anzufressen, kriege ich immer hin”, verrät er lachend. “Ich weiß ja, was gut schmeckt.” Ansonsten legt Rohde allerdings viel wert auf seine Gesundheit. Das war nicht immer so: “In jüngeren Jahren habe ich das als Geschenk angesehen. In zunehmendem Alter muss man sich diese Gesundheit härter erarbeiten.” 

“Ich war auf 115,6 Kilo”

Mittlerweile habe er die überschüssigen Pfunde vom Dreh wieder herunterbekommen. “Ich wiege jetzt 102 und war auf 115,6 Kilo”, verrät er. Er habe es zuvor auch schon einmal auf 100 Kilo geschafft, habe dann aber auch “wieder schlechte Tage gehabt”. “Wir haben im November die Dreharbeiten abgeschlossen, da hatte ich bestimmt 14 Kilo mehr drauf. Ich habe dann mein Gewicht mit Ernährung, Sport und regelmäßigem Schlaf wieder herunterbekommen.” Schlaf? Ja, der gehört tatsächlich zur Abnehmstrategie von Rohde. Er sei eigentlich “eine Nachteule”, habe sich nun “aber wieder angewöhnt, vor Mitternacht zu schlafen”. “Inzwischen bin ich mein eigener Ernährungsfachmann geworden und habe die Zusammenhänge begriffen”, erklärt er stolz.

  • Intervallfasten: Was bringt das Essen nach der Uhr wirklich

Er lasse mittlerweile Kohlenhydrate weg und faste. “Ich mache 16 Stunden Intervallfasten, das fällt mir inzwischen richtig leicht. Da kann ich trotzdem meinen Kaffee oder Tee trinken.” Rohde ist diszipliniert: “Bevor ich morgens esse, mache ich schon meine Kraftübungen und war am Rudergerät. Zucker lasse ich auch weg, das ist klar.” Er habe sich außerdem intensiv “mit der Diabetes-Erkrankung beschäftigt” und ist sich sicher: “Die Behandlung der Betroffenen von Diabetes 2 müsste ganz anders laufen. Vieles könnte man mit der richtigen Ernährung und durch Bewegung anders machen.” Mehr zum Thema Diabetes Typ 2 erfahren Sie hier. 

  • “Ich hoffe, es nimmt ein gutes Ende”: Wepper sorgt sich um kranken Bruder
  • “Ich bat um Vergebung”: TV-Star Jörg Draeger ging fremd
  • Harald Glööckler: ”Ich sehe besser aus als die meisten in meinem Alter”

“Tonis Welt” läuft ab dem 14. April um 20.15 Uhr auf Vox. Armin Rohde gefällt an der Serie besonders gut, dass “Themen angesprochen werden wie: Wie geht man mit Menschen um, die als behindert oder eingeschränkt bezeichnet werden”. Sie beschäftigt sich mit den Fragen: “Was macht eine Erkrankung oder eine Entwicklungsstörung im Umgang miteinander aus? Was lässt jemanden eingeschränkt in seinen Möglichkeiten erscheinen?”

Rohde selbst habe aus der Serie auch etwas gelernt. “Wenn man sich über solche Dinge Gedanken macht, dann merkt man, dass die eigenen Begrifflichkeiten ins Wanken geraten. Schnelle Kategorisierung und Etikettierung passen oft einfach nicht. Das bringt die Serie gut zum Vorschein.”

Quelle: Lesen Sie Vollen Artikel