Alec Baldwin: Halyna Hutchins' Familie unterstützt Anklage wegen fahrlässiger Tötung

Wenn Alec Baldwin, 64, dachte, er sei noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen, wird er nun mit dem bitteren Ernst konfrontiert. Der Schauspieler muss sich laut "Daily Mail" wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten. Es geht um den tödlichen Unfall am Set seines Films "Rust" vor weit über einem Jahr. Eine Waffe in der Hand des Hollywoodstars tötete Halyna Hutchins, †42, die Kamerafrau des Films. Seit diesem schicksalhaften Oktobertag in New Mexico dauert die juristische Aufarbeitung des Vorfalls an. Jetzt muss Baldwin mit schlimmen Konsequenzen rechnen. 

Alec Baldwin könnte bald im Gefängnis sitzen

Mary Carmack-Altwies, erste Bezirksstaatsanwältin von New Mexico, und Sonderstaatsanwältin Andrea Reeb, teilten die Entscheidung über das weitere juristische Vorgehen gegen Baldwin in einer schriftlichen Erklärung mit. Mit angeklagt wird Hannah Gutierrez, die am Set des Westerns als Waffenmeisterin verantwortlich zeichnete. Dave Halls, der stellvertretende Regisseur, hat sich der Anklage wegen fahrlässigen Gebrauchs einer tödlichen Waffe bereits schuldig bekannt.

"Wenn einer dieser drei Leute – Alec Baldwin, Hannah Gutierrez-Reed oder David Halls – seine Arbeit getan hätte, wäre Halyna Hutchins heute noch am Leben. So einfach ist das", erklärte Andrea Reeb, die von der Staatsanwaltschaft für den Fall ernannte Sonderstaatsanwältin. "Die Beweise zeigen eindeutig ein Muster krimineller Missachtung der Sicherheit am 'Rust'-Filmset. In New Mexico gibt es keinen Platz für Filmsets, die das Engagement unseres Staates für Waffensicherheit und öffentliche Sicherheit nicht ernst nehmen", fügte sie hinzu. Sowohl Baldwin als auch Gutierrez-Reed drohen bei einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Gefängnis. 

Baldwin bestreitet Vorwürfe

Der 64-jährige Baldwin erschoss Halyna Hutchins versehentlich am Set des Western-Films im Oktober 2021. In den vergangenen 15 Monaten bestritt er nachdrücklich die Verantwortung für den Unfall. Er versicherte, entgegen einer anders lautenden forensischen FBI-Analyse, dass er nicht abgedrückt habe. 

Baldwin wurde im vergangenen Jahr bereits von Halynas Witwer Matthew verklagt. Die Klage wurde jedoch mit einer Summe in nicht genannter Höhe beigelegt. Zudem wurde der Mann der verstorbenen Kamerafrau zum ausführenden Produzenten des Films ernannt. Die Dreharbeiten zu "Rust" sollen auch nach dem tragischen Vorfall fortgeführt werden.

Staatsanwälte begründen juristische Verzögerung

Die Staatsanwälte wiesen jegliche Kritik an der langwierigen Entscheidungsfindung zurück. Sie erklärten, sie seien gezwungen gewesen, auf Berichte sowohl des FBI als auch des örtlichen Sheriff-Büros von Santa Fe County zu warten. Vorgänge, die bis zu einem Jahr gedauert hätten.

So reagiert Halyna Hutchins‘ Familie auf die Anklage

Auch die Familie von Halyna Hutchins unterstützt die Entscheidung der Anklage. In einer Erklärung bei "People" sagte Brian J. Panish, der Anwalt der Hutchins', im Namen der Familie: "Wir möchten dem Sheriff von Santa Fe und dem Bezirksstaatsanwalt dafür danken, dass sie ihre gründliche Untersuchung abgeschlossen und festgestellt haben, dass die Anklage wegen fahrlässige Tötung für die Tötung von Halyna Hutchins unter bewusster Missachtung von Menschenleben gerechtfertigt ist."

Weiterhin erklärte Brian J. Panish: "Unsere unabhängige Untersuchung bestätigt auch, dass die Anklage gerechtfertigt ist. Es ist ein Trost für die Familie, dass in New Mexico niemand über dem Gesetz steht." Panish und die Familie Hutchins hoffen nun, dass die Personen zur Rechenschaft gezogen werden, die gegen das Gesetz verstoßen haben. 

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