ESC 2021: Termin, Teilnehmer, Tickets und der deutsche Beitrag – alles auf einen Blick

  • 2021 soll der Eurovision Song Contest in Rotterdam stattfinden.
  • Doch durch die Corona-Pandemie gib es auch in diesem Jahr einige Änderungen.
  • Der deutsche Beitrag für den ESC 2021 steht bereits fest. Andere Länder haben sich noch nicht festgelegt.

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Hätte Ben Dolic Deutschland in Rotterdam zum Sieg gesungen? Oder hätten auch auf der großen ESC-Bühne die langhaarigen Isländer allen anderen die Show gestohlen?

Wie viele Großereignisse musste auch der Eurovision Song Contest 2020 abgesagt werden – in Zeiten einer Pandemie eine nachvollziehbare Entscheidung der Veranstalter.

Doch 2021 soll der ESC stattfinden und alles besser werden. Wir geben einen Überblick, was sich dieses Jahr beim ändert.

Wann ist der ESC 2021?

Wie immer gibt es beim Eurovision Song Contest drei Stufen: Das erste Halbfinale ist am 17. Mai, zwei Tage später folgt die zweite Runde.

Das Finale findet schließlich am Samstag, den 22. Mai 2021, ab 21 Uhr statt.

Wo findet der ESC 2021 statt?

Die Niederlande haben 2019 in Person von Lawrence Duncan gewonnen und dürfen deshalb die Show austragen. Rotterdam bietet dafür die Ahoy Arena an. Das Motto bleibt “Open Up” und auch die Bühne wird übernommen, da diese für den ESC 2020 bereits vorbereitet war aber nie zum Einsatz kam.

“Abgesehen davon hängt vieles davon ab, was zu diesem Zeitpunkt möglich ist, von der Verfügbarkeit aller Beteiligten und davon, was zum Geist von 2021 passt”, zitiert “eurovision.de” den ausführender Produzent des ESC, Sietse Bakker.

Wo läuft der Song Contest live im TV?

Wie in jedem Jahr überträgt die ARD für Deutschland den ESC live. Der Spartensender One sendet wie gewohnt die Halbfinals. Im Livestream sehen Fans die Vorschlussrunde bei “eurovision.de”.

Am Finaltag gibt es in der Regel ab 20:15 Uhr in der ARD ein Warm-Up mit Barbara Schöneberger. Inwieweit das dieses Jahr stattfindet, hängt von der Entwicklung der Infektionzahlen und der Corona-Pandemie ab.

  • Halbfinale 1 am 17. Mai um 21 Uhr, One und eurovision.de
  • Halbfinale 2 am 19. Mai um 21 Uhr, One und eurovision.de
  • Warm-Up am 22. Mai um 20:15 Uhr: ARD
  • Finale am 22. Mai um 21 Uhr, ARD, ORF, SRF

Wer singt den deutschen Beitrag?

Der diesjährige Beitrag steht seit vergangenem Wochenende fest: Jendrik Sigwart singt für Deutschland. Der 25-Jährige hat zwei unabhängige Jurys von sich überzeugt. Den Song hören wir erstmals am 25. Februar um 17:50 Uhr im Ersten.

Wer moderiert den ESC 2021?

Ursprünglich sollten Chantal Janzen, Edsilia Rombley und Jan Smit durch das Programm führen. Das Moderatoren-Trio bleibt gleich – ebenso wie die Vloggerin Nikkie de Jager, die als Online-Gastgeberin die Show begleitet.

ESC und Corona: Welche Szenarien gibt es?

Auch in den Niederlanden werden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Gegen die Lockdown-Regeln gab es in Eindhoven sogar krawallartige Proteste.

Die ausrichtende Europäische Rundfunkunion (EBU) macht sich auf viele Eventualitäten gefasst und hat drei Szenarien entworfen. Von einer Show mit wenig Einschränkungen bis zu einer Show im Lockdown werde alles bedacht.

Allerdings beobachtet die EBU die Entwicklung der Infektionszahlen und entscheidet Mitte oder Ende April, wie der ESC ablaufen soll.

  • Szenario B – ESC unter Einhaltung der Abstandregeln: Es gelten strenge Sicherheitsmaßnahme und es gibt regelmäßige Corona-Tests für Künstlerinnen, Künstler sowie Mitarbeitende vor Ort. Wer einreisen darf, singt live auf der Bühne, ansonsten müssen die Künstlerinnen und Künstler ihren Song live aufnehmen und anschließend einreichen. Dann kommt die Performance vom Band und darf deshalb nachträglich nicht geschnitten oder bearbeitet werden. Der Veranstalter plant mit weniger Publikum, sodass die Abstandsregeln eingehalten werden können – oder verzichtet auf Live-Zuschauer vor Ort.
  • Szenario C – ESC unter Reisebeschränkungen: Wenn keine Delegationen und Sängerinnen und Sänger einreisen können, findet nur noch die Moderation und die Zwischenauftritte live in der Ahoy Arena statt. Auch in diesem Fall gilt wie bei Szenario B eine strenges Hygienekonzept. Einheimisches Publikum ist möglich, wenn es die lokalen Corona-Bestimmungen zulassen. Auch für dieses gelten dann strenge Hygiene- und Abstandsregeln.
  • Szenario D – ESC unter Lockdown-Bedingungen: Sollten sich die Corona-Mutationen weiter ausbreiten und wenig Impfungen in der EU stattfinden, kann es auch zum reinen virtuellen ESC kommen. Dann wird es kein Publikum geben, alle Beiträge der Kandidatinnen und Kandidaten kommen vom Band.

Auch das Konzept für die sogenannten Postcards, die kurzen Einspieler kurz vor dem Live-Auftritt, ändert sich. Normalerweise reisen die Künstler für den Dreh in die Niederlande und drehen kurze Einspielfilmchen von schönen Orten. Dieses Jahr könnten Bilder aus der Heimat der Kandidatinnen und Kandidaten ausgestrahlt werden.

Was passiert mit den gekauften Tickets?

Das ist abhängig von der Corona-Lage. Wenn es, wonach es derzeit aussieht, weniger Publikum geben wird, haben die Organisatoren beschlossen, die Tickets zurückzunehmen und das Geld auszuzahlen.

Wie viele Tickets es geben wird, ist abhängig von den Abstandregeln, die im Mai in den Niederlanden gelten werden. Die Organisatoren betonen, dass später weitere Karten verkauft werden, wenn es die Corona-Bedingungen zulassen.

Welche Länder nehmen teil und welche Künstler und Sängerinnen treten an?

Einige Nationen schicken Künstler in die Niederlande, die auch schon 2020 hätten auftreten sollen. Allerdings müssen alle ein neues Lied präsentieren.

Bei einigen Ländern steht schon der gesamte Beitrag fest, bei anderen nur der Sänger oder die Sängerin und manche haben sich noch gar nicht festgelegt.

  • Albanien: Anxhela Peristeri – “Karma”
  • Aserbaidschan: Efendi
  • Australien: Montaigne
  • Belgien: Hooverphonic
  • Bulgarien: Victoria
  • Deutschland: Jendrik Sigwart
  • Frankreich: Barbara Pravi – “Voila”
  • Georgien: Tornike Kipiani
  • Griechenland: Stefania – “Last Dance”
  • Irland: Lesley Roy
  • Island: Daði og Gagnamagnið
  • Israel: Eden Alene – “Set Me Free”
  • Lettland: Samanta Tina
  • Malta: Destiny
  • Niederlande: JEangu Macrooy
  • Nordmazedonien: Vasil
  • Österreich: Vincent Bueno
  • Malta: Destiny
  • Moldawien: Natalia Gordienko
  • Rumänien: Roxen
  • San Marino: Senhit
  • Schweiz: Gjon’s Tears
  • Serbien: Hurricane
  • Slowenien: Ana Soklic
  • Spanien: Blas Cantó
  • Tschechien: Benny Cristo
  • Ukraine: Go_A – “Shum”
  • Zypern: Elena Tsagrinou – “El Diablo”

Rund die ein Drittel der teilnehmenden Länder haben noch keinen Kandidatin oder Kandidaten ausgewählt.

  • Belarus
  • Dänemark
  • Estland
  • Finnland
  • Großbritannien
  • Italien
  • Kroatien
  • Litauen
  • Norwegen
  • Portugal
  • Russland
  • Schweden

Was ist beim ESC 2021 neu?

Um die Anzahl der Menschen in der Arena so gering wie möglich zu halten, ist es in diesem Jahr erlaubt, Background-Gesang vom Band einzuspielen.

Ein Nebeneffekt davon ist, dass die Vielfalt der Acts gesteigert werden kann und Produzenten und Komponisten das Potenzial des Songs voll ausschöpfen können, findet die EBU.

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