Von der Aktivistin zum Cover-Star: Malala Yousafzai ziert die britische Vogue

Malala Yousafzai hat das Unfassbare geschafft

Vor zehn Jahren war sie ein ganz normales pakistanisches Mädchen, das von einer freieren Welt für Frauen geträumt hat – heute gehört Malala Yousafzai (23) zu den bedeutendsten Aktivistinnen und Feministinnen des 21. Jahrhunderts. Für ihren Mut und ihren Einsatz hatte die 23-Jährige vor sieben Jahren den Friedensnobelpreis verliehen bekommen – als jüngste Preisträgerin der Geschichte –, außerdem ist sie seit einigen Jahren Friedensbotschafterin der UN. Und als wäre das nicht schon Anerkennung genug, wird der Studentin jetzt eine weitere Ehre zuteil. In ein traditionelles pakistanisches Kopftuch gehüllt, darf sie die Juli-Ausgabe der britischen Vogue zieren.

Sie überlebte ein Attentat der Taliban

Malala hat mit gerade einmal 23 Jahren das geschafft, wovon viele andere Aktivisten nur träumen dürften. In den vergangenen Jahren hat sie sich zu einer der bekanntesten Botschafterinnen der Frauenbewegung gemausert und genießt mittlerweile auf der ganzen Welt Star-Status. Dabei verlief ihr Weg nicht immer leicht.

Weil sie öffentlich für mehr Freiheiten für Mädchen gekämpft hatte, war sie 2012 Opfer eines scheußlichen Attentats geworden. Taliban hatten sie in einem Schulbus aufgespürt und ihr mit einem Colt 45 aus nächster Nähe in Kopf und Hals geschossen. Die damals 15-Jährige überlebte schwerverletzt und kämpfte sich nur mühsam zurück ins Leben. Ein Leben, das sie so nicht auf sich sitzen lassen wollte – mit Erfolg!

Malala hat sich den Traum vom Studium erfüllt

Mittlerweile hat Malala ihr Studium an der Oxford University abgeschlossen, von dem sie “jeden erdenklichen Moment” genossen hat “inklusive der McDonald’s-Besuche und Pokerabende”, wie sie jetzt im Interview mit der “Vogue” berichtet.

Umso euphorischer erzählt sie jetzt von ihrer Studienzeit: “Ich habe es wirklich genossen, weil ich noch nie sowas zuvor gesehen habe.” Nicht nur, weil ein Studium als Frau in ihrer Heimat Pakistan schier unmöglich gewesen ist, sondern auch, weil sie in ihrer Jugend rasch Bekanntheitsstatus erlangt hat: “Ich bin nie wirklich in Gesellschaft von Leuten in meinem Alter gewesen, weil ich mich von dem Unfall erholte und um die Welt reiste, ein Buch veröffentlichte und einen Dokumentarfilm drehte und so viele Dinge passierten.” An der Uni, die sie für die Fächer Philosophie, Politik und Wirtschaft besucht hat, habe sie endlich Zeit für sich und ihr eigenes junges Leben gefunden.

Besondere Botschaft

Für das Shooting mit der “Vogue” hat sich Malala in ein traditionelles muslimisches Kopftuch gehüllt. Ein Outfit, das für sie eine besondere Message haben soll: “Wenn wir unserer traditionelle Kleidung tragen, gelten wir als unterdrückt oder stimmlos oder leben im Patriarchat. Aber ich möchte jedem sagen, dass man auch in seiner Kultur seine eigene Stimme und Gleichberechtigung haben kann.” Deshalb sei es für sie so wichtig gewesen, auch auf dem “Vogue”-Cover ihre kulturelle Herkunft zum Ausdruck zu bringen.



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