Steuerfreie Öffi-Klimatickets

Seit 1. Juli können Betriebe Beschäftigten steuerfrei Tickets finanzieren.

Um Anreize zum Klimaschutz im täglichen Leben zu schaffen, wurden steuerrechtlich bereits erste Weichen für die Unterstützung des Umstieges auf den öffentlichen Verkehr gesetzt. Ab dem 1. Juli 2021 wurde die bereits geltende Förderung (Stichwort „Jobticket˝) erweitert. Arbeitgeber können ihren Arbeitnehmern die Kosten einer Wochen-, Monats- oder Jahreskarte für ein Massenbeförderungsmittel steuerfrei ersetzen, sofern dieses Ticket zumindest am Wohn- oder Arbeitsort gültig ist.

Bereits bisher gab es die Möglichkeit die Beförderung der Arbeitnehmer steuerfrei durch Werksverkehr oder das „Jobticket“ zu unterstützen. Die Steuerfreiheit des Werksverkehrs bleibt bestehen. Die Regelung zum „Jobticket˝ hat sich seit dem 1. Juli geändert. Die Übernahme der Kosten der Wochen-, Monats- oder Jahreskarte für öffentliche Verkehrsmittel durch den Arbeitgeber ist steuerfrei, sofern die Karte zumindest am Wohn- oder Arbeitsort gültig ist. Anders als bisher ist es aber nicht mehr erforderlich, dass der Arbeitgeber eine Streckenkarte für die Strecke Wohnung – Arbeitsstätte – Wohnung erwirbt oder dass die Rechnung auf den Arbeitgeber lauten muss. Nicht steuerbare Kostenersätze können sowohl für Netzkarten als auch für Streckenkarten geleistet werden. Die Reichweite des Tickets muss nicht mit der Strecke Wohnung- Arbeitsstätte begrenzt sein, sofern die Karte zumindest am Wohn- oder Arbeitsort gültig ist. Es fallen auch die Einschränkungen weg, dass eine Netzkarte nur dann zulässig ist, wenn keine Streckenkarten angeboten werden, oder die Netzkarte höchstens den Kosten einer Streckenkarte entspricht.

Es wird somit für die Unternehmen leichter administrierbar, die klimafreundliche Anreise ihrer Arbeitnehmer steuerfrei zu unterstützen. Die neue Regelung gilt für ab 1. Juli 2021 erworbene Wochen-, Monats- oder Jahreskarten. Es gilt aber auch die Verlängerung von Tickets, insbesondere von Jahreskarten, als Ticketerwerb.

Wichtig

  • Die Beförderung durch Werksverkehr oder die Übernahme der Kosten für die Tickets stellt steuerpflichtigen Arbeitslohn dar, wenn diese anstelle des bisher gezahlten Arbeitslohnes oder einer üblichen Lohnerhöhung geleistet wird.
  • Gefördert werden soll die tatsächliche Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel. Insofern ist es nicht möglich, dass die fiktiven Kosten einer Wochen-, Monats- oder Jahreskarte steuerfrei ersetzt werden, ohne dass tatsächlich eine Karte gekauft wurde. Als Nachweis für den Kauf einer Karte kann zum Beispiel die Vorlage der Rechnung durch den Arbeitnehmer gelten.
  • Einzelfahrscheine und Tageskarten sind von der Begünstigung nicht umfasst.

Befreiung

Ein weiteres Zuckerl der steuerfreien Kostenerstattung für die Öffi-Tickets ist die Befreiung von der Sozialversicherung und den Lohnnebenkosten (DB, DZ und Kommunalsteuer).

Pendlerpauschale

Wird ein Arbeitnehmer, bei dem die Voraussetzungen für die Berücksichtigung eines Pendlerpauschales vorliegen, überwiegend auf Kosten des Arbeitgebers – also entweder mittels Werksverkehr oder durch die Übernahme der Kosten für die Wochen-, Monats- oder Jahreskarte – befördert, steht ihm ein Pendlerpauschale nur für jene Wegstrecke zu, die nicht von der Förderung umfasst ist.

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