Morgens wie ein Kaiser? So viel sollten wir wirklich frühstücken – laut Ernährungsexperten

Spätestens mit dem Siegeszug des Intervallfastens bleibt bei vielen Menschen das Frühstück auf der Strecke. Das ist schließlich einfacher und sozial verträglicher als Dinner Cancelling – denn Abendessen tun wir gerne zusammen mit der Familie oder Freund:innen. Dabei lautet die Empfehlung von Ernährungsexpert:innen meist einhellig: Frühstücken ist gesund. Und nicht nur das: Wir sollten tatsächlich morgens die größte Mahlzeit zu uns nehmen. Das hat mehrere Gründe.

Frühstück: Gesund für Blutzuckerspiegel und Stoffwechsel

Zum einen ist da der Blutzuckerspiegel. Morgens nichts zu essen, kann sich negativ auf ihn auswirken. Studien zufolge kann das Nicht-Frühstücken so nicht nur unseren Blutzuckerspiegel aus dem Gleichgewicht bringen, sondern langfristig sogar das Diabetesrisiko erhöhen. Dass ein großes Frühstück für einen nicht so starken Anstieg des Blutzucker- und Insulinspiegels sorgt, beugt außerdem Heißhungerattacken im Laufe des Tages vor.

Ein weiterer Grund, morgens die größte Mahlzeit zu sich zu nehmen, ist unser Stoffwechsel: Forschende der Universität zu Lübeck haben herausgefunden, dass er nach einem großen Frühstück deutlich schneller arbeitet als nach einem üppigen Abendessen. "Unsere Studie zeigt, dass der menschliche Energieumsatz morgens grundsätzlich höher ist als abends", erklärt Studienleiterin Prof. Kerstin Oltmanns. "Das ist genetisch bedingt und bei jedem so."

Was, wenn man morgens absolut keinen Hunger hat?

Die Antwort auf die Frage, ob wir morgens ein üppiges Frühstück zu uns nehmen sollten, lautet also aus medizinischer Sicht eindeutig Ja. Allerdings ergibt es auch keinen Sinn, sich zu zwingen, eine große Portion zu essen, wenn man morgens schlicht und einfach keinen Appetit hat. Unser Hungergefühl sagt uns recht zuverlässig, wann und wie viel Nahrung unser Körper gerade braucht – sofern wir darauf hören.

Wer also in der Früh absolut nichts essen mag, wartet am besten einfach, bis sie oder er Hunger bekommt, und isst dann. Oder man schaut, ob man sich alternativ zumindest daran gewöhnen kann, morgens einen kleinen Imbiss zu sich zu nehmen, etwa eine Banane oder einen Smoothie. Denn schon kleine Mengen Nahrung können helfen, zumindest den Blutzuckerspiegel konstant zu halten und Körper und Gehirn mit Energie zu versorgen.

Verwendete Quellen: The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, The Journal of Nutrition, zeit.de

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