Mitarbeitersuche im Wandel

Christa Strobl ist Leiterin des Personalmanagements bei der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg.

Im Interview spricht sie über die neue Einfachheit im Bewerbungsprozess, Vorstellungsgespräche per Video undwarum der persönliche Eindruck wichtig bleibt.

Was sind Ihrer Beobachtung nach die aktuellsten Trends im Bereich Recruiting?

Ein wesentlicher Punkt ist, dass der Bewerbungsprozess ingesamt für die Bewerber(innen) zunehmend einfacher gestaltet werden muss. Das geht vom Auffinden der Stellenanzeige bis hin zum Einsenden der Bewerbungsunterlagen. Wichtig ist auch, schnell zu reagieren – also Kontakt mit den Bewer ber(inne)n aufzunehmen, Termine zu vereinbaren oder weitere Informationen zu liefern.Gerade auch wegen des zunehmenden Wettbewerbs um qualifizierte Fachkräfte darf hier keine Zeit verloren gehen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Bewerberinterviews per Videocall gemacht?

In den letzten Monaten haben wir viele Interviews über Skype geführt und sogar Assessment Center digital abgehalten. Unserer Erfahrung nach funktionieren Videocalls gut für erste Gespräche. Bis zur tatsächlichen Einstellung braucht es aber nach wie vor den persönlichen Kontakt – auch für die Bewer­ber(innen), die nur vor Ort wirklich einen Eindruck von
der Arbeitsatmosphäre gewinnen und feststellen können, ob die Raiff eisenlandesbank zu ihnen passt.

Wie präsentiert sich die Raiffeisenlandesbank Vorarlberg selbst als Arbeitgeber?

Auch für uns werden bei der Suche nach Arbeitskräften jene Faktoren, die das Arbeitsumfeld betreffen, immer wichtiger. Seit einem Jahr arbeiten wir sehr intensiv an den Werten, die uns als Raiffeisenlandesbank ausmachen, und haben diese auch im Gebäude visualisiert. Neu ist dabei unsere „Rai.Power“­Station, an der Mitar beiter(innen) mit Gratis­ Kaffee und ­Müsli neue Kraft tanken können. Daneben bieten wir aber z. B. auch Sportangebote, günstige Mitarbeiter konten, Zuschuss zum Mittagessen oder Einkaufsrabatte. Was Mitarbeitende sehr schätzen, ist die flexible Arbeitszeit. Unser hoher Gleitzeitrahmen und zahlreiche Teilzeitmodelle ermöglichen es, die Arbeitszeit individuell zu variieren.

Stichwort modernes Arbeiten: Wie lief bei Ihnen der Wechsel ins Homeoffice?

Das hat bei uns sehr gut und rasch funktioniert – von der IT über die Prozesse bis hin zum wichtigen Thema Sicherheit. Dennoch schätzen es viele unserer Mitarbeitenden, auch wieder ins Büro zurückkehren zu können und wir freuen uns, uns im Haus wieder persönlich zu begegnen.

Was raten Sie Arbeitsuchenden in der aktuellen Lage?

Ich kann nur empfehlen, nicht zu verzagen, sondern sich auf jeden Fall bei den Unternehmen zu melden und dabei gern auch Initiative zu ergreifen. Zumindest wir selbst haben alle Einstellungen vorgenommen, die wir zu Beginn des Jahres geplant hatten. Auch sollte man sich nicht von den Stellenanzeigen einschüchtern lassen, sondern sich auch bewerben, wenn man den genannten Kriterien nicht zu 100 Prozent entspricht. Zumindest wir als Raiffeisenlandesbank sind immer offen für motivierte Mitarbeiter(innen) und machen gern auch längere Einarbeitungsphasen oder Schulungen möglich.

Welche Jobmöglichkeiten bietet die Raiffeisenlandesbank eigentlich – auch für NichtBanker?

Man vergisst immer, dass es bei uns ganz viele verschiedene Aufgabenfelder gibt. Da sind natürlich die klassischen Bankberufe, aber daneben gibt es auch bei uns Abteilungen für Marketing, IT, Controlling, Pressearbeit oder Personalmanagement wie in anderen Unternehmen auch. Es gibt viele Möglichkeiten einzusteigen und sich weiterzuentwickeln.

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