Mallorca-Reisen mit Impfpass bald wieder möglich? Einschätzung von RTL-Reise-Experte Benkö

Spanische Regierung arbeitet an Konzept

Mallorca ist das beliebteste Reiseziel der deutschen Urlauber, doch durch die anhaltende Corona-Pandemie wird Reisen, so wie wir es aus der Vergangenheit kennen, wahrscheinlich noch lange unmöglich sein. Die spanische Regierung gibt nun aber Hoffnung, dass schon bald wieder ein Sommerurlaub auf der Baleareninsel möglich sein könnte.

Die spanische Botschaft sagte der Bild-Zeitung, “man arbeite an der harmonisierten Einführung von Impf-Zertifikaten gegen Covid-19”. Einreise mit Impfpass statt negativem Covid-Test also. Ist das tatsächlich realistisch? Unser Reise-Experte Ralf Benkö schätzt die Lage für uns ein.

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Wer geimpft ist, soll nach Spanien reisen dürfen

Wenn die Infektionsrate weiter sinkt, will Spanien daran arbeiten, “bereits im Frühjahr sichere Reisekorridore” für Mallorca-Touristen zu ermöglichen – so schreibt die “Mallorca Zeitung” nach dem Treffen des balearischen Tourismusministers Iago Negueruela und dem zuständigen Generalsekretär der Landesregierung, Fernando Valdés, Ende Januar. Negueruela sagte dort demnach, man müsse es Touristen ermöglichen, noch im Frühjahr wieder auf die Insel kommen zu können.

Wie soll das aussehen?

Touristen müssten dann für eine Einreise einen Impfnachweis gegen das Coronavirus vorlegen. Weitere Details zu solch einem Impfpass sind aber noch nicht bekannt.

So schätzt RTL-Reise-Experte Ralf Benkö die Lage ein

“Im Augenblick überlegen einige Urlaubsregionen, wie sie Geimpften die Einreise erleichtern können. Diese ersten Pläne könnten später aber noch verändert werden”, glaubt Benkö. “Es dürfte viel davon abhängen, wie verlässlich die Impfungen auch gegen die Mutationen wirken und inwiefern auch Geimpfte das Virus noch übertragen können, denn dann würde ein Test vor der Reise ja weiterhin Sinn machen.”

Weiter sagt er: “Ein großes Diskussions-Thema ist der Impfpass für 2021 jetzt jedenfalls. Noch betrifft es Deutsche durch die geringe Impfquote kaum. Aber spätestens zum Sommer hin könnte der Impfstatus in einigen Regionen für mehr und mehr Urlauber einen Unterschied machen, mit Blick auf Quarantäne und Test-Vorschriften.”

Er weiß aber auch, wie dringend die Branche wieder Urlauber braucht: “Deutsche Touristikunternehmen betonen bisher, dass sie selbst zunächst keinen Unterschied machen. Sie sind froh über alle Kunden, die sich demnächst vielleicht wieder zum Buchen und Reisen entscheiden, ob geimpft oder nicht.”

Tourismusminister: Südeuropäische Länder müssen Reisen wieder möglich machen

Die Länder Spanien, Portugal, Italien und Griechenland müssten gemeinsam dafür sorgen, dass der Tourismus durch geimpfte Personen wieder aufgenommen werden kann, so die Forderung von Iago Negueruela. “Man muss auf europäischer Ebene ansetzen, um zu entscheiden, wie das Reisen möglich ist”, zitiert die “Mallorca Zeitung” den balearischen Tourismusminister.

Die spanische Tourismusministerin Reyes Maroto hatte zuvor schon gesagt, dass zu Ostern im Frühjahr etwa 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung in Spanien durchgeimpft sein müssten.

Griechenlands Premier fordert ein Impfzertifikat

Bereits im Dezember 2020 hatte Griechenlands Premierminister Ky­ria­kos Mit­so­ta­kis ein Impfzertifikat innerhalb der EU angekündigt. Reisen soll für Personen, die gegen das Coronavirus geimpft wurden, deutlich erleichtert werden.


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