Fahrrad selbst reparieren: So wird es fit für den Herbst

Fahrradfahren: Geringeres Corona-Risiko, mehr Unabhängigkeit

Fahrradfahren im Herbst und Winter? Was für viele vorher nie in Frage kam, ist in der heutigen Corona-Zeit eine echte Alternative zu Bus und Bahn. Damit allerdings nicht nur Sie, sondern auch das Rad sicher durch die kalten Monate kommt und Regen, Dunkelheit und Glätte trotzen kann, sollte es ordentlich gewappnet sein. Das Problem: Werkstätten sind völlig überlaufen. Wer Geld und Zeit sparen will, kann sich aber ruhig trauen, selbst Hand anzulegen. Wir erklären, wie Sie ihr Fahrrad herbstfest machen!

Fahrradkette

Nässe macht die Kette trocken und schwergängig. Kommt Schmutz oder sogar Streusalz ran, rostet sie und könnte reißen.

  • Kette trocknen lassen, dann durch Kurbeln der Pedale durch einen trockenen Lappen ziehen, um Rost und Schmutz zu entfernen. Gegebenenfalls ein paar Tropfen Kettenöl verwenden.
  • Innen an den Kettengliedern ein dickflüssiges Kettenöl* auftragen. Dabei ständig rückwärtskurbeln, damit sich das Öl vollständig verteilt und in die Gelenke kriechen kann.
  • Äußere Ölrückstände mit einem Lappen abwischen.
  • Nicht zu viel und zu oft ölen – dies führt eher zu Dreckverkrustungen als zu einem geschmeidigen Lauf der Kette.

Fahrradreifen

  • Je tiefer das Profil der Reifen, desto besser der Halt auf der Straße – vor allem wenn es nass, matschig oder glatt ist.
  • Im Winter Reifendruck etwas absenken – das sorgt für mehr Grip.
  • Dabei den Minimaldruck nicht unterschreiten: Die entsprechende Bar-Zahl steht auf dem Reifen (z. B. 4-6 bar)
  • Bei Eis und Glätte können spezielle Winterreifen mit Spikes* aufgezogen werden – vor allem am Vorderrad. So bleibt das Fahrrad in der Spur.

Licht

Sehen und vor allem gesehen werden ist im Herbst und Winter das A und O, denn es ist früh dunkel.

  • Licht vorne und hinten regelmäßig überprüfen, dafür ggf. eine weitere Person bitten, nachzusehen.
  • Gewöhnliche Seitendynamos verlieren bei nassen Reifen schnell den Kontakt. Moderne Nabendynamos sind hier geeigneter – der Einbau ist allerdings nur etwas für geübte Schrauber.
  • Einfacher lässt sich mit abnehmbarer Beleuchtung für ausreichend Helligkeit sorgen. Welche Fahrradleuchten besonders gut bewertet wurden, können Sie hier nachlesen.

Bremsen

  • Beläge bei Felgenbremsen überprüfen: Sind sie ungleichmäßig abgeschliffen, spröde oder haben gar keine Rillen mehr? Dann müssen sie ausgetauscht werden.
  • Hierfür je nach Befestigung Bremsklötze mit einem Sechskantschlüssel oder Schraubenzieher abschrauben.
  • Beim Ausbau auf die Reihenfolge der Einzelteile, z. B. Muttern, achten.
  • Neue Bremsbeläge in die Halterung einsetzen: Sie müssen gerade an der Felge aufliegen – auf der Seite des Kabels möglichst weit oben, auf der anderen möglichst weit unten.
  • Alle Kleinteile in umgekehrter Reihenfolge wieder befestigen. Der Sitz darf weder zu fest noch zu locker sein.
  • Probefahrt machen und ggf. nachjustieren.

Sattel

  • Bei besonders widrigem Wetter den Sattel 1-2 cm niedriger stellen. Das sorgt für mehr Sicherheitsgefühl – im Zweifelsfall ist man schneller mit den Füßen auf dem Boden.
  • Eine klassische Sattelhaube schützt vor nassen Überraschungen.
  • Tipp für mehr Gemütlichkeit und Wärme: Ein Schaffell-Überzug. Dieser muss allerdings immer wieder abgenommen werden, damit er nicht nass wird.

Sicher Fahrrad fahren im Herbst: Noch mehr Tipps

Welche Ausstattung Ihnen dabei hilft, Kälte und Nässe zu trotzen, und wie Sie für mehr Sicherheit beim Radfahren sorgen, erfahren Sie hier.

Unverzichtbar ist dabei der Fahrradhelm – und der muss gar nicht teuer sein. Welche Modelle am besten abgeschnitten haben, zeigt dieser Test.

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