Elvis zurück im Rampenlicht: Das sind die Streaming-Tipps der Woche

  • Netflix, Amazon, WOW und Co.: Das ist der Fahrplan für Ihre Streaming-Woche.
  • Darunter: Austin Butler spielt sich als Elvis Presley die Seele aus dem Leib und Jason Segel sucht als trauernder Therapeut nach Halt.
  • Streaming-Nachschub: Diese spannenden Filme und Serien sind neu im Programm bei Netflix, Amazon Prime Video, WOW, Apple TV+, Disney+, RTL+ und Paramount+.

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Für viele Film- und Serienfans sind Netflix, Amazon Prime Video, WOW und Co. längst das bessere Kino. Mit hochkarätig besetzten Film-Highlights und spannenden Serien machen die Streamingdienste ihrem Ruf regelmäßig alle Ehre. Welche Produktionen in der kommenden Woche eine Sichtung im Heimkino wert sind, verrät die Übersicht.

„Elvis“, WOW

Sein Hüftschwung versetzte die Frauenwelt in Wallung und garantierte ihm in den 50er-Jahren Skandal-Schlagzeilen ohne Ende: Auch wenn Elvis Presley gewiss nicht der Geburtshelfer des Rock’n’Roll war, so ist er doch einer der populärsten Vertreter. Der Musiker mit der charakteristischen Schmalzlocke avancierte zum ersten globalen Pop-Megastar der Musikgeschichte. Diesen phänomenalen Siegeszug, inklusive der Schattenseiten, den der Ruhm mit sich brachte, beleuchtet Buz Luhrmann („Der große Gatsby“) in seiner schlicht betitelten filmischen Würdigung „Elvis“.

Das herausragende Biopic deckt quasi das ganze Leben des „King of Rock’n’Roll“ ab. Gewichtige Rollen in dem Filmdrama spielen auch langjährige Wegbegleiter wie Elvis‘ Manager Colonel Tom Parker (Tom Hanks) und Musiklegenden wie Little Richard (Alton Mason), B.B. King (Kelvin Harrison Jr.) und Big Mama Thornton (Shonka Dukureh). Einer stiehlt in dem sehenswerten filmischen Denkmal aber allen die Show: Austin Butler sang in der Hauptrolle sogar selbst, was Elvis‘ frühere Ehefrau Priscilla Presley eine Lobeshymne anstimmen ließ. Die Darbietung des Schauspielers sei „herausragend“, lobte sie. Bei WOW gibt es das Biopic ab 20. Januar zu sehen.

„Shrinking“, Apple TV+

Anfang der 2010er-Jahre war Jason Segel in aller Munde, „How I Met Your Mother“ sei Dank. Die Sitcom avancierte zum Fan-Liebling, ebenso wie Segels Figur Marshall Eriksen. Auch finanziell lohnte es sich für den Schauspieler: Zeitweise war er einer der zehn bestverdienenden Seriendarsteller der Welt. Mit dem Serienfinale 2014 jedoch stagnierte Segels Karriere; große Rollen blieben aus. Erst in den letzten Jahren brachte sich der 42-Jährige mit einigen Serienrollen wieder zurück ins Gespräch.

In der Apple-Dramedy „Shrinking“ (ab 27. Januar, Apple TV+) hat Jimmy Laird (Segel) seinen Lebensmut verloren. Der Tod seiner Ehefrau Tia (Lilian Bowden) hat ihn völlig aus der Bahn geworfen. Seine Freunde hat er vernachlässigt und seine Tochter Alice (Lukita Maxwell) redet auch nur das Nötigste mit dem strauchelnden Psychotherapeuten. Bei all den privaten Problemen fällt es Jimmy zunehmend schwer, seinen Patienten bei deren Problemen zu helfen. Besserung tritt erst ein, als Jimmy einen unkonventionellen Therapieweg für sich entdeckt: radikale Ehrlichkeit.

„Extraordinary“, Disney+

Marvel hier, DC da: An Superhelden herrschte in den letzten Jahren weder im Kino noch auf dem Serienmarkt ein Mangel. Doch auch abseits von spektakulärem Blockbuster-Kino gibt es heroische Unterhaltung, die einen Blick wert ist. Prime Video etwa feierte mit der Anarcho-Satire „The Boys“ große Erfolge. Etwas braver, aber dennoch sehenswert kommt nun die Hulu-Serie „Extraordinary“ daher.

Außergewöhnlich ist bei der Protagonistin Jen (Máiréad Tyers) vor allem eins: dass sie keine Superkraft hat. In der ziemlich verrückten Welt, in der „Extraordinary“ angesiedelt ist, gehört eine Superkraft nämlich zum Alltag eines jeden Menschen dazu. Durch Jens beste Freundin Carrie (Sofia Oxenham) können Tote sprechen, ihre On-Off-Bettgeschichte Luke (Ned Porteous) kann fliegen. Doch so leicht gibt Jen nicht auf – und begibt sich auf eine äußerst amüsante Suche nach ihrem besonderen Talent.

Der Humor gleitet zwischen Fäkalhumor und Margaret-Thatcher-Sexfetisch zwar bisweilen in recht alberne Gefilde ab, trotzdem bietet „Extraordinary“ eine erfrischende Abwechslung zum Status Quo von Marvel. Streamingfans können sich davon ab 25. Januar bei Disney+ überzeugen.

„You People“, Netflix

Ezra (Jonah Hill) ist verzweifelt. Seine Traumfrau will einfach nicht auftauchen: „Ich werde nie eine Frau kennenlernen, die mich versteht.“ Umso überraschender trifft er sie dann doch, die Frau seines Lebens. Bei Amira (Lauren London) fühlt sich der ewige Junggeselle pudelwohl, bald schon steht eine Hochzeit im Raum. Doch dafür muss er sich erst noch die Einwilligung von Amiras Eltern holen – und Akbar (Eddie Murphy) und Fatima (Nia Long) sind ganz und gar nicht begeistert von ihrem Schwiegersohn in spe.

Regisseur Kenya Barris („Der Prinz aus Zamunda“) inszeniert in der Folge eine ziemlich krawallig anmutende Culture-Clash-Komödie zwischen den afroamerikanischen Muslimen von Amiras Familie und den jüdischen Angehörigen von Ezra. Polizeigewalt an Schwarzen muss ebenso für Fremdscham-Momente herhalten wie grenzwertige Zoten beim Familienabendessen über Sklaverei und Holocaust. Der Netflix-Film „You People“ bewegt sich stets an der Grenze des guten Geschmacks. Wer Political Correctness aber nicht zu ernst nimmt, wird mit der Komödie ab 27. Januar seinen Spaß haben.

„Big Mäck: Gangster und Gold“, Netflix

Von Justizirrtum bis Goldraub, von einem Hirntumor bis zu kriminellen Verwicklungen mit einem Gangsta-Rapper: Was Donald Stellwag alles gesehen hat, reicht wohl für mehrere Leben. Im Titel angelehnt an die füllige Körpermasse des Kolosses erzählen Fabienne Hurst und Andreas Spinrath in der Netflix-True-Crime-Doku „Big Mäck: Gangster und Gold“ die wechselhafte Lebensgeschichte Stellwags nach.

Ein Bankraub, mit dem er eigentlich nichts zu tun hatte, brachte Stellwag einst für neun Jahre hinter Gittern. Und doch verwandelte Stellwag die miserable Lage in eine erträgliche Geschichte vom drangsalierten Unschuldslamm. Das ging aber nur so lange gut, bis er in einem spektakulären Goldraub belastet wurde.

Mit ungewöhnlichen Kriminalfällen haben die Produzenten von „How to Sell Drugs Online (Fast)“ Erfahrung. Auch „Big Mäck: Gangster und Gold“, ab 20. Januar bei Netflix zu sehen, gerät unterhaltsam. Bei all der Tragikomik in Donald Stellwags Leben dauert es zwar ein wenig, bis der Film seinen Protagonisten enttarnt. Am Ende aber geschieht es – und auch ein mediengeiles, unreflektiertes Land bekommt sein Fett mit weg.  © 1&1 Mail & Media/teleschau

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